Eselsberg
Highlights
- Die Marksburg ist die einzige nie zerstörte Höhenburg am Mittelrhein.
- Sie gehört seit über 100 Jahren der Deutschen Burgenvereinigung und beherbergt ihr Geschäftstelle.
- Das Renaissanceschloss Philippsburg liegt am Fuße der Marksburg in Braubach.
Tipps
- Die Marksburg ist die einzige nie zerstörte Höhenburg am Mittelrhein und lohnt auch ohne Führung einen Besuch.
- Für mehr Erlebnis können Schauspielführungen oder der mittelalterliche Schaugarten während der Saison besucht werden.
- Im Winter bietet die exklusive Lichterführung eine besondere Atmosphäre auf der Burg.
Eigenschaften
Über Eselsberg
Der Eselsberg in Braubach, gelegen im Rhein-Lahn-Kreis in Rheinland-Pfalz, beherbergt eines der bedeutendsten kulturellen Denkmäler der Region: die Marksburg. Diese imposante Höhenburg ist die einzige nie zerstörte Burg am Mittelrhein und zählt zu den authentischsten Zeugnissen mittelalterlicher Baukunst und Lebensweise. Seit über einem Jahrhundert steht die Marksburg unter dem Dach der Deutschen Burgenvereinigung, die ihren Hauptsitz hier hat. Die Burg thront majestätisch auf einem steilen Felsen über dem Ort und bietet nicht nur einen faszinierenden Blick auf die umliegende Landschaft, sondern auch einen tiefen Einblick in die Geschichte des Mittelalters.
Besucher können die Marksburg auf geführten Rundgängen erkunden, die etwa 50 Minuten dauern und alle wesentlichen Räumlichkeiten der Burg umfassen. Dazu gehören die Schmiede, die Burgküche, prachtvolle Räume wie die Kemenate und der Rittersaal sowie die Rüstungs- und Waffensammlung. Besondere Höhepunkte sind der Kräutergarten und die historische Reitertreppe. Die Führungen vermitteln nicht nur Wissen über die Baugeschichte der Burg, sondern führen auch in das alltägliche Leben im Mittelalter ein. Ergänzend gibt es je nach Jahreszeit besondere Angebote wie Gartenführungen oder abends stimmungsvolle Lichterführungen, die die Atmosphäre der Burg in besonderem Licht erscheinen lassen.
Die Geschichte der Marksburg reicht weit zurück. Bereits im frühen Mittelalter war die Familie der Herren von Eppstein im Besitz einer Vorgängeranlage. Im Laufe der Jahrhunderte wechselte die Burg mehrfach den Besitzer, unter anderem kamen sie durch Heirat an das Haus Katzenelnbogen, das maßgeblich ihr gotisches Erscheinungsbild verlieh. Später gehörte sie den Landgrafen von Hessen, bevor sie im Zuge der napoleonischen Zeit und späterer Gebietsveränderungen an das Herzogtum Nassau und schließlich an Preußen kam. In der Neuzeit drohte die Burg zu verfallen, bis die Deutsche Burgenvereinigung sie 1900 erwarb und seither pflegt und für die Öffentlichkeit zugänglich macht.
Der Weg zur Marksburg selbst ist bereits Teil des Erlebnisses. Wer zu Fuß den steilen Weg durch Braubach hinaufgeht, wird mit sehenswerten Ausblicken und historischen Eindrücken belohnt. Direkt am Fuße der Marksburg liegt das Renaissanceschloss Philippsburg, das heute Sitz des Europäischen Burgeninstituts ist und ebenfalls einen kulturellen Schwerpunkt der Region darstellt. Die Marksburg ist somit nicht nur ein Highlight für Geschichtsinteressierte, sondern auch ein zentraler Bestandteil der Kulturlandschaft am Mittelrhein und ein lohnender Ausflugsort für Besucher aus nah und fern.