Parks & Gärten

Limberg und Offelter Berg

32289 Rödinghausen

Highlights

  • Das Naturschutzgebiet Limberg und Offelter Berg umfasst 186 Hektar naturnahe Buchenwälder und Quellbereiche.
  • Geschützt werden u. a. Waldmeister- und Hainsimsen-Buchenwälder sowie naturnahe Bachläufe und Feuchtbiotope.
  • Das Gebiet ist Teil von NATURA 2000 und beherbergt seltene Tier- und Pflanzenarten in einem zusammenhängenden Waldkomplex.

Tipps

  • Besucher sollten sich an markierten Wegen halten, um empfindliche Biotope wie Waldmeister-Buchenwälder und Quellbereiche zu schonen.
  • Müll sollte vollständig mitgenommen werden, da der Naturraum besonders schützenswert ist.
  • Hunde sind möglichst an der Leine zu führen, um Wildtiere nicht zu stören.

Eigenschaften

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Über Limberg und Offelter Berg

Das Naturschutzgebiet Limberg und Offelter Berg liegt im nordrhein-westfälischen Rödinghausen im Kreis Herford. Es zählt zu den ältesten Naturschutzgebieten der Region und erstreckt sich über eine Fläche von rund 186 Hektar. Das Schutzgebiet umfasst zusammenhängende Waldflächen auf den Erhebungen des Limbergs und des Offelter Berges im westlichen Teil des Naturraums der Lübecker Eggen. Charakteristisch für das Gebiet sind naturnahe Buchenwälder, darunter Waldmeister- und Hainsimsen-Buchenwälder, die sich durch eine artenreiche Krautschicht auszeichnen. Hinzu kommen naturnahe Quellbereiche, Bäche und feuchte Lebensräume entlang des Offelter Baches mit typischen Pflanzengesellschaften.

Im nördlichen Teil des Schutzgebietes, dem Offelter Berg, dominieren Buchenwälder mittleren und starken Baumholzes. Etwa ein Viertel der Fläche wird hier von Nadelwäldern aus Fichte und Lärche eingenommen. Auf nordexponierten Hängen finden sich gut entwickelte Waldmeister-Buchenwälder mit artenreicher Krautschicht, während die Kammlagen und Südhänge vorwiegend von Hainsimsen-Buchenwäldern geprägt sind. Letztere zeichnen sich durch eine schwach entwickelte Krautschicht aus, gelegentlich begleitet von acidophytischen Pflanzen oder Moosen. Vereinzelt kommt die Stechpalme in der Strauchschicht vor. Im Quellbereich des Offelter Baches südlich des Offelter Berges erstreckt sich ein verzweigtes System naturnaher Sicker- und Sumpfquellen, begleitet von typischer Quellvegetation sowie schmalen Auenwäldern mit Erlen und Eschen.

Auf dem Limberg setzen sich im Kamm- und südlichen Hangbereich vor allem Hainsimsen-Buchenwälder durch. Im nordöstlichen Teilgebiet wachsen dagegen gut ausgeprägte Waldmeister-Buchenwälder mit Perlgras- und stellenweise Bingelkraut-Fazies. Neben reinen Laubholzbeständen sind auch Nadelgehölze – teils nicht heimische Arten – eingestreut, die örtlich größere Flächen bedecken. Diese Baumartenvielfalt trägt zur strukturellen Vielfalt des Waldgebietes bei, das stellenweise über 200 Jahre alte Baumstandorte aufweist. Aufgrund seiner natürlichen Ausstattung und der Vielfalt an Lebensräumen ist das Gebiet sowohl aus ökologischer als auch aus wissenschaftlicher Sicht von hoher Bedeutung.

Das Schutzziel des Naturschutzgebietes Limberg und Offelter Berg umfasst den Erhalt und die Entwicklung landesweit bedeutsamer Lebensräume sowie den Schutz seltener und gefährdeter Tier- und Pflanzenarten. Dazu gehören insbesondere die naturnahen Buchenwälder, Quellbereiche, Feuchtgrünlandgesellschaften und Ufergehölze. Das Gebiet ist Teil des europäischen Schutzgebietsnetzes NATURA 2000 und beherbergt Lebensräume von gemeinschaftlichem Interesse gemäß der FFH-Richtlinie. Neben dem ökologischen Wert wird das Areal auch wegen seiner erdgeschichtlichen, naturgeschichtlichen und landschaftskundlichen Bedeutung unter Schutz gestellt.

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