Kirche/Kloster

Pfarramt | Ev.- luth. St.-Christophorus-Kirchengemeinde Tündern

Lange Str. 32, 31789 Hameln-Tündern

Highlights

  • Die St.-Christophorus-Kirche in Tündern hat romanischen Turm (12. Jh.) und gotisches Kirchenschiff (14. Jh.) mit Spitzbogenfenstern.
  • 1542 wurde hier die Reformation im Fürstentum Calenberg-Göttingen eingeführt; barocker Altar (17. Jh.) und Taufstein (1751) prägen den Innenraum.
  • Seit 1968 spielt eine Jehmlich-Orgel (14 Register) in der evangelisch-lutherischen Kirchengemeinde mit drei Glocken (1927, 1962)

Tipps

  • Der romanische Turm der Kirche aus dem 12. Jahrhundert bietet mit seiner markanten Feldsteinkonstruktion einen historischen Blick in die mittelalterliche Baukunst der Region.
  • Das Kirchenschiff mit seinen gotischen Spitzbogenfenstern aus dem 14. Jahrhundert zeigt die stilistische Entwicklung der Architektur zwischen Romanik und Gotik.
  • Die 1968 eingebaute Orgel der Firma Jehmlich aus Dresden verfügt über 14 Register und zwei Manuale, was eine vielfältige musikalische Gestaltung der Gottesdienste ermöglicht.

Eigenschaften

Entspannt Kulturell Ganzjährig

Ev.-luth. St.-Christophorus-Kirche Tündern: Sakrale Ausflugsziele

Bereits im 12. Jahrhundert stand an der höchsten Stelle des Ortes eine Kapelle, die später durch eine steinerne Kirche ersetzt wurde. Der markante romanische Turm aus behauenem Feldstein mit Eckquaderung stammt aus dieser Zeit und prägt bis heute das Ortsbild. Das Kirchenschiff mit seinen gotischen Spitzbogenfenstern entstand im Spätmittelalter zwischen dem 14. und frühen 15. Jahrhundert und unterstreicht die architektonische Vielfalt des Sakralbaus.

Die Kirchengemeinde hat eine bewegte konfessionelle Geschichte, die bis in das 16. Jahrhundert zurückreicht. Besonders prägend war die Einführung der Reformation, die 1542 auf dem Landtag des Fürstentums Calenberg-Göttingen in Pattensen beschlossen und in Tündern umgesetzt wurde. Diese Entscheidung markierte einen Wendepunkt für die Region und prägte die evangelische Identität der Gemeinde bis heute. Im Inneren der Kirche finden sich barocke Elemente wie ein Altar aus dem 17. Jahrhundert sowie ein Taufstein von 1751, die den Wandel der Kunststile über die Jahrhunderte widerspiegeln.

Die musikalische Ausstattung der Kirche ist ebenfalls von besonderer Bedeutung. Seit 1968 bereichert eine Orgel der sächsischen Firma Jehmlich aus Dresden den Gottesdienst mit ihrem Klang. Mit 14 Registern, zwei Manualen und Pedal ist sie auf die Akustik des Kirchenschiffs abgestimmt und bietet eine ansprechende Klangwelt für die Gemeinde. Das Geläut der Kirche besteht aus drei Glocken, von denen die jüngste aus dem Jahr 1962 mit der Inschrift *„Lasset die Kindlein zu mir kommen“* (Mk 10,14) besonders für Taufzeremonien verwendet wird.

Neben der historischen Bedeutung als Gotteshaus engagiert sich die Kirchengemeinde auch in der sozialen Arbeit. Ein zentraler Bestandteil ist die pädagogische Begleitung von Kindern, die Freude am Spiel und emotionale Geborgenheit in den Mittelpunkt stellt. Der viermal jährlich erscheinende Gemeindebrief dient dabei als wichtige Informationsplattform und fördert den Austausch innerhalb der Gemeinde. Das Pfarramt fungiert somit nicht nur als spiritueller Mittelpunkt, sondern auch als Ort der Begegnung und des gemeinsamen Lebens in Tündern.

Für Besucher bietet die St.-Christophorus-Kirche einen Einblick in die reiche Geschichte der Region und die lebendige Tradition der evangelischen Gemeinde. Die harmonische Verbindung von romanischem Turm, gotischem Kirchenschiff und barocker Ausstattung macht sie zu einem besonderen Kulturdenkmal in Hameln-Tündern. Die Kirchengemeinde steht dabei für eine offene und weltoffene Ausrichtung, die sich der Gegenwart und Zukunft stellt – stets verbunden mit den Werten des christlichen Glaubens.

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