Parks & Gärten

Zigeunerwäldchen

31171 Nordstemmen

Highlights

  • Das Ziegeunerwäldchen entstand aus einem ehemaligen Tonabbaugebiet und wurde zu einem wichtigen Feuchtbiotop entwickelt.
  • Es liegt im Hallertal zwischen Eldagsen und Gestorf und gehört seit 1974 zur Stadt Springe.
  • Der NABU erwarb das Gelände 1983 und entwickelte es zu einem über 20 Hektar großen Naturrefugium.

Tipps

  • Das Gelände eignet sich besonders für Naturbeobachtungen und Spaziergänge durch Feuchtbiotope.
  • Ein Besuch lohnt sich vor allem für Interessierte an ökologischen Lebensräumen und seltenen Tierarten.
  • Führungen und Pflegeeinsätze des NABU bieten Einblicke in den Erhalt des Naturschutzgebiets.

Eigenschaften

Outdoor Familie Entspannt Ganzjährig

Über Zigeunerwäldchen

Das Zigeunerwäldchen ist ein Naturschutzgebiet in Nordstemmen im Landkreis Hildesheim, Niedersachsen. Es liegt im Hallertal zwischen den Ortschaften Gestorf und Eldagsen. Ursprünglich entstand die Fläche aus den Überresten eines ehemaligen Tonabbaugebiets einer Ziegelei. Nach der Stilllegung wurde der Geländeaufschluss zunächst als Deponie für Bauschutt und Müll genutzt. Dennoch entwickelte sich im Laufe der Zeit ein wertvolles Feuchtbiotop, das heute eine bedeutende Rolle im regionalen Naturschutz spielt.

Die Namensgebung des Gebiets knüpft an die historische Nutzung als Ziegelei an. Der Begriff „Ziegeunerwäldchen“ etablierte sich besonders nach dem Zweiten Weltkrieg. Laut historischen Quellen lagerten dort zeitweise Zigeuner, was zur Bezeichnung des Wäldchens führte. Die Schreibweise mit „ie“ wird in älteren Karten und regionalen Dokumenten verwendet, während die moderne Formulierung „Zigeunerwäldchen“ geläufiger ist. Im Zuge der Gebietsreform wurde das Areal 1974 an die Stadt Springe angegliedert.

In den 1970er Jahren wurde das Gelände zunehmend durch illegale Müllablagerungen belastet. Durch gemeinsame Aktionen verschiedener Behörden, Feuerwehren und örtlicher Akteure konnte der Zustand deutlich verbessert werden. Ein entscheidender Schritt zur dauerhaften Sicherung war der Erwerb durch den Naturschutzbund Deutschland (NABU) in den 1980ern. Kurze Zeit später erfolgte die offizielle Ausweisung als Naturschutzgebiet. Heute erstreckt sich das Schutzgebiet über etwa 15 Hektar und bildet den Kern der NABU-Stiftung „Naturlandschaft Deister und Haller“.

Das Zigeunerwäldchen beherbergt vielfältige Lebensräume, darunter Feuchtflächen, Gehölze und Streuobstwiesen. Diese Strukturen bieten zahlreichen Tier- und Pflanzenarten einen Lebensraum. Besonders geschützte Arten wie Störche haben hier in den vergangenen Jahren erfolgreich gebrütet. Regelmäßige Pflegeeinsätze durch NABU und Freiwillige tragen zur Erhaltung des Biotops bei. Neben der ökologischen Bedeutung dient das Gebiet auch als Bildungs- und Erholungsraum, wobei der Fokus auf dem Schutz der Natur liegt.

Bewertungen

5,0 (3) 5.0 aus 3 Bewertungen (Google)

Auf Google

5,0 (3) 5.0 · 3 Bewertungen auf Google
Auf Google ansehen

In der Nähe

Wetter & Pollenflug am Standort

Wetter wird geladen…
7-Tages-Vorhersage…