Denkmal/Gedenkstätte

Alter Hatzfelder Wasserturm

Zum Alten Zollhaus 33, 42111 Barmen

Highlights

  • Der 1904 nach Intze-Prinzip erbaute Hatzfelder Wasserturm in Barmen war 46 Meter hoch und versorgte die Stadt mit Trinkwasser.
  • 1984 stillgelegt und 1988 als Baudenkmal geschützt, entging der Turm der Sprengung wie sein Zwilling in Lichtscheid (1977).
  • Nach seiner Restaurierung 1953 stand er bis 1983 neben dem neu errichteten Nachfolger in Hatzfeld.

Tipps

  • Der Zugang zum historischen Wasserturm erfolgt über einen asphaltierten Weg, der auch für Fahrräder und Rollstühle geeignet ist.
  • Im Inneren des Turms finden sich originale Bauteile aus der Bauzeit von 1904, die die technische Entwicklung der Wasserversorgung veranschaulichen.
  • Ein Informationsschild am Eingang bietet einen kurzen Überblick über die historische Bedeutung des Turms als Teil der Barmer Infrastruktur.

Eigenschaften

Bildung Kulturell Ganzjährig

Alter Hatzfelder Wasserturm Barmen – Kulturdenkmal

Der Alte Hatzfelder Wasserturm in Barmen ist ein markantes Zeugnis der technischen und städtebaulichen Entwicklung des frühen 20. Jahrhunderts. Als Teil der historischen Wasserversorgung der einst selbstständigen Stadt Barmen entstand der Turm nach dem Intze-Prinzip in Ziegelbauweise – ein ingenieurtechnisches Meisterwerk seiner Zeit. Ursprünglich mit einer Höhe von 46 Metern erbaut, diente er als zentraler Wasserbehälter und sicherte die Trinkwasserversorgung einer wachsenden Bevölkerung.

Sein architektonischer Stil verbindet funktionale Zweckmäßigkeit mit einer klaren, industriellen Ästhetik, die für die damalige Baukultur typisch war. Der Turm war nicht nur ein technisches, sondern auch ein stadtbildprägendes Element – ein Symbol für den Fortschritt und die Urbanisierung Barmens. Nach einer umfassenden Restaurierung in den 1950er Jahren blieb er bis in die 1980er Jahre im Betrieb, bevor er stillgelegt und schließlich als Baudenkmal unter Schutz gestellt wurde.

Die Entscheidung, den Turm zu erhalten, fiel nach einem geplanten Abriss – anders als beim benachbarten alten Wasserturm in Lichtscheid, der 1977 gesprengt wurde. Stattdessen wurde er 1988 in die Denkmalliste der Stadt Wuppertal aufgenommen und als kulturelles Erbe bewahrt. Sein Erhalt dokumentiert den Wert historischer Industriearchitektur, die heute als Zeugnis der regionalen Geschichte gilt. Der Turm steht heute als stilles Denkmal für die technische Innovation und den Wandel Barmens vom Industrieort zur heutigen Stadt.

Als historische Sehenswürdigkeit bietet der Alte Hatzfelder Wasserturm nicht nur einen Einblick in die Ingenieurskunst vergangener Zeiten, sondern auch in die Entwicklung der Infrastruktur einer aufstrebenden Metropole. Seine Präsenz in der Barmer Landschaft erinnert an die Zeit, als solche Bauwerke unverzichtbar für das tägliche Leben waren. Heute steht er als stummer Zeuge der Vergangenheit – ein Relikt, das die Verbindung zwischen Technik, Stadtgeschichte und Denkmalschutz verkörpert.

Für Geschichtsinteressierte und Architekturbegeisterte ist der Turm ein faszinierender Ort, um die Spuren der industriellen Vergangenheit zu erkunden. Sein Erhalt sichert nicht nur das kulturelle Erbe, sondern auch die Erinnerung an eine Epoche, in der Barmen als eigenständige Stadt ihre Identität prägte. Der Alte Hatzfelder Wasserturm bleibt damit ein unverwechselbares Symbol für den technischen Fortschritt und den Wert historischer Bausubstanz.

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