Museum

a BRIEF history

Jerusalemsberg 4, 23617 St. Gertrud

Highlights

  • St. Gertrud beherbergt seit 2000 die Schatzkammer des Brahms-Instituts mit einzigartigen Autografen wie der Motette ‚Es ist das Heil uns kommen her‘.
  • Die Sammlung dokumentiert den Schumann-Brahms-Kreis und norddeutsche Musikgeschichte des 19. Jahrhunderts, inkl. persönlicher Brahms-Fotos und Konzertprogramme.
  • Wechselnde Ausstellungen zeigen Musikhandschriften, Briefe und grafische Werke – kombiniert mit Hörstationen zur klanglichen Erfahrung von Brahms‘ Werk.

Tipps

  • Die Schatzkammer des Brahms-Instituts zeigt originale Musikhandschriften und Briefe aus dem Nachlass von Johannes Brahms sowie dem Familienarchiv Avé-Lallemant.
  • Ein zentraler Fokus liegt auf dem ikonografischen Bestand mit persönlichen Fotografien des Komponisten und Dokumenten aus dem Schumann-Brahms-Kreis.
  • Programmzettel zu bedeutenden Uraufführungen und Konvolute aus dem Nachlass des Pianisten Rudolf Serkin ergänzen die Sammlung historischer Rezeptionsbelege.

Eigenschaften

Bei Regen geeignet Bildung Kulturell Ganzjährig

Kultur & Geschichte: St. Gertrud – Ein kurzer Überblick

Das a BRIEF history in St. Gertrud ist eine faszinierende „Schatzkammer“ des Brahms-Instituts, die einen einzigartigen Einblick in die deutsch-österreichische Musikgeschichte des 19. Jahrhunderts bietet. Besonders hervorgehoben wird dabei der norddeutsche Raum, mit Hamburg als zentralem Bezugspunkt. Die Sammlung dokumentiert vor allem den sogenannten Schumann-Brahms-Kreis, einen künstlerischen Gegenentwurf zu den Wagnerianern und der „Neudeutschen Schule“ um Franz Liszt. Hier finden sich wertvolle Quellen, die das musikalische und intellektuelle Umfeld des Komponisten Johannes Brahms lebendig werden lassen.

Ein besonderer Schwerpunkt der Sammlung liegt auf dem ikonografischen Bestand, der Fotos, Bilder und Zeichnungen umfasst – darunter auch persönliche Aufnahmen aus Brahms’ eigenem Nachlass. Daneben bewahrt das Institut einzigartige Konvolute von Konzertprogrammen zu bedeutenden Uraufführungen, Erstaufführungen und Folgeaufführungen. Diese Dokumente sind nicht nur für die Rezeptionsgeschichte der Musik von großer Bedeutung, sondern stammen teilweise direkt aus dem persönlichen Besitz von Brahms. Zu den Highlights gehören unter anderem handschriftliche Noten und Briefe aus dem Familienarchiv Avé-Lallemant, darunter das einzige erhaltene Autograf der Brahms-Motette „Es ist das Heil uns kommen her“.

Die Präsentation der Sammlung erfolgt in wechselnden Ausstellungen, die sich an Brahms’ eigener Affinität für Museen und Ausstellungen orientieren. Eine der zentralen Schauen trägt den Titel „Johannes Brahms – Zeichen, Bilder, Phantasien“ und zeigt einen thematisch gegliederten Querschnitt durch die Sammlung. Hier sind neben Musikhandschriften und Briefen auch grafische Werke wie Blätter aus Max Klingers Brahms-Phantasie zu sehen. Die Ausstellungskonzeption verbindet verschiedene Exponate so, dass sie ein differenziertes Bild des Komponisten entstehen lassen – zwischen dokumentarischem Wissen und persönlicher Fantasie.

Besonderes Augenmerk wurde auf die Präsentation selbst gelegt, die die Besonderheiten musikalischer Kunst gerecht wird. Während Brahms selbst in einer Ausstellung in Bologna die Herausforderung sah, eine rein akustische Kunst wie Musik für das Auge zugänglich zu machen, bietet das a BRIEF history vier Hörstationen, an denen Besucher die Werke in klanglicher Wiedergabe erleben können. Die räumliche Gestaltung folgt dabei einem Konzept, das klassizistische Stilelemente aufgreift und durch eine durchdachte Beleuchtung unterstützt. So entsteht eine Atmosphäre, die Brahms’ eigene Wertschätzung für die Verbindung von Bild und Klang widerspiegelt.

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