Kirche/Kloster

Ev.-Freikirchliche Gemeinde -Friedenskirche-

Täuferstraße 2, 23568 St. Gertrud

Highlights

  • Ev.-Freikirchliche Gemeinde Friedenskirche in St. Gertrud gehört zu den ältesten baptistischen Gemeinden im Norddeutschen Raum mit Gründung 1849 in Lübeck.
  • Die Gemeinde baute 1954 die Friedenskirche als denkmalgeschütztes Gotteshaus mit Kapellenanbau und modernisierte sie 1973 durch einen Neubau.
  • Seit 1946 wirkt die Gemeinde missionarisch in Eichholz, wo sie 1986 die Paulus-Kapelle als eigenen Versammlungsort erwarb.

Tipps

  • Die Friedenskirche bietet einen historischen Kirchenraum mit denkmalgeschützter Bausubstanz aus dem 19. Jahrhundert, der durch spätere Anbauten erweitert wurde.
  • Für Besucher stehen barrierefreie Zugänge und Plätze im Innenraum zur Verfügung, um den Besuch für alle Altersgruppen und Mobilitätsgrade zu ermöglichen.
  • In der Gemeinde finden regelmäßig Gottesdienste und Gemeindeveranstaltungen statt, die durch einen gemischten Chor musikalisch begleitet werden.

Eigenschaften

Entspannt Kulturell Ganzjährig

Friedenskirche St. Gertrud – Sakrale Ausflugsziele

Die Ev.-Freikirchliche Gemeinde – Friedenskirche – in St. Gertrud ist ein bedeutendes Zeugnis der baptistischen Tradition im norddeutschen Raum. Als Teil der historischen Baptistengemeinde Lübeck, die bereits 1849 gegründet wurde, verkörpert sie die Kontinuität einer Glaubensgemeinschaft, die sich seit über einem Jahrhundert für die Verbreitung des christlichen Glaubens einsetzt. Die Anfänge der Gemeinde reichen bis ins 19. Jahrhundert zurück, als sich erste Gruppen von Getauften in Lübeck versammelten – inspiriert von der englischen Täuferbewegung, die bereits 1608 entstand.

Die Friedenskirche selbst entstand in den 1950er-Jahren als Ergebnis eines Umbaus, der ein denkmalgeschütztes Vorderhaus mit einem modernen Kapellenanbau verband. Dieser Bau markierte einen Meilenstein in der Geschichte der Gemeinde, die zuvor in verschiedenen Räumlichkeiten wie dem Haus eines Gemeindemitglieds oder Schulgebäuden in Rangenberg und Gothmundlager ihre Gottesdienste feierte. Die Architektur vereint historische Substanz mit zeitgenössischer Gestaltung und spiegelt den missionarischen Geist wider, der die Gemeinde seit jeher prägt.

Die Friedenskirche ist nicht nur ein Ort des Gottesdienstes, sondern auch ein Zentrum für Gemeindeleben und Bildung. Schon früh wurden Strukturen wie ein gemischter Chor oder eine Unterstützungskasse etabliert, die das gemeinsame Wirken stärkten. Besonders in den 1950er- und 1960er-Jahren wuchs die Gemeinde durch stationäre Arbeit in umliegenden Regionen wie Travemünde oder Eichholz, wo Hauskreise und Sonntagsschulen entstanden. Diese missionarische Ausrichtung führte später zur Gründung weiterer Kapellen, etwa der Paulus-Kapelle in Eichholz, die 1986 aus einem umgebauten Doppelgrundstück entstand.

Mit einem Google-Rating von 4,8 Sternen (basierend auf über 20 Bewertungen) gilt die Friedenskirche als ein geschätzter Ort der Begegnung und des Glaubens in St. Gertrud. Die Gemeinde verbindet historische Wurzeln mit lebendiger Gegenwart – von den ersten Versammlungen in Privaträumen bis hin zu modernen Versammlungsformen. Als Teil der baptistischen Tradition steht sie für eine offene, gemeindeorientierte Ausrichtung, die bis heute Menschen aller Generationen anspricht.

Wer die Friedenskirche besucht, erlebt nicht nur sakrale Architektur, sondern auch ein lebendiges Stück Lübecker Kirchengeschichte. Die Gemeinde legt Wert auf eine weltoffene, aber tief verwurzelte Glaubenspraxis, die sich durch Bildung, Musik und soziales Engagement auszeichnet. Als fester Bestandteil des Stadtteils St. Gertrud verbindet sie lokale Tradition mit überregionaler Bedeutung – ein Ort, der zum Verweilen und Nachdenken einlädt.

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