Aussichtsturm

William Turner Route - Standort 12

An d. Burg Katz 3, 56348 St. Goarshausen

Highlights

  • Standort 12 der William-Turner-Route bietet eine Aussichtsplattform mit rollstuhlgerechtem Zugang und Blick auf den Rhein und weinbewachsene Hänge.
  • Turner schuf hier Aquarelle, die seine Faszination für die urwüchsige Natur und die Ruinenlandschaft des Mittelrheins einfangen – prägend für seine romantische Kunst.
  • Die Lage an der linken Rheinseite ermöglichte Turner präzise Studien zu Licht, Farbe und der einzigartigen Atmosphäre des poetisch verklärten Stroms.

Tipps

  • Ein breiter, hochwassergeschützter Weg entlang des Rheins ermöglicht eine barrierefreie Erkundung der Aussichtsposition mit Blick auf die Loreley und die umliegenden Felsen.

Eigenschaften

Familie Ganzjährig

Ausflugsturm mit Panoramablick: William Turner Route – Standort 12 in St. Goarsh

Der William Turner Route – Standort 12 in St. Goarshausen bietet einen faszinierenden Blick auf die malerische Rheinschleife und die umliegenden Burgruinen – ein Motiv, das den englischen Maler J.M.W. Turner tief beeindruckte. Der Standort liegt direkt am westlichen Rheinufer, wo Turner während seiner Reisen im frühen 19. Jahrhundert unzählige Skizzen und Aquarelle anfertigte. Seine Werke verarbeiten die einzigartige Atmosphäre der Landschaft: die weinbewachsenen Hänge, die steilen Felswände und die Ruinen alter Burgen, die wie Zeugen vergangener Zeiten wirken.

Besonders die Burgruine Katz und Maus rechtsrheinisch, erbaut von den Grafen von Katzenelnbogen, zog Turners Blick auf sich. Die Ruinen, einst prächtige Festungen, waren zu seiner Zeit bereits von den napoleonischen Kriegen gezeichnet und spiegeln die Romantik vergangener Epochen wider. Die Loreley, damals noch ein schlichter Schieferfelsen, wurde später zur berühmten Sage – doch Turner festhielt die unberührte Natur des Rheintals in seinen präzisen Strichen. Sein Blick war geprägt von der ursprünglichen Schönheit der Mittelrheinschleife, die für englische Künstler und Reisende des ausgehenden 18. Jahrhunderts ein besonderes Ideal darstellte.

Der Standort 12 liegt an einer historisch bedeutsamen Stelle: Die breite, hochwassergeschützte Straße entlang des Rheins erleichterte einst den Verkehr und machte die Region zu einem beliebten Ziel für Touristen. Turner dokumentierte nicht nur die Natur, sondern auch die lebendige Rheinschifffahrt, bei der Treidelpferde und -knechte die Boote stromaufwärts zogen. Die Wasserburg Pfalzgrafenstein bei Kaub, eine ehemalige Zollstation, war ein weiteres häufiges Motiv in seinen Werken – ein Symbol für die Verbindung von Geschichte und Flusslandschaft.

Heute lädt der Aussichtspunkt zum Verweilen ein und ermöglicht einen Blick auf dieselben Motive, die Turner einst inspirierten. Die Aussichtsplattform ist rollstuhlgerecht gestaltet, sodass alle Besucher die atemberaubende Aussicht auf die Rheinschleife, die Burgruinen und die weiten Weinberge genießen können. Die Landschaft um St. Goarshausen verkörpert bis heute das romantische Ideal, das Turner in seinen Aquarellen einfing – eine harmonische Verschmelzung von Natur, Geschichte und Licht.

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