Heimatmuseum
Highlights
- Das Heimatmuseum Stade ist Deutschlands ältester Museumsbau und zeigt bäuerliche Trachten sowie historische bürgerliche Wohnkultur des 18. Jahrhunderts.
- Sonderausstellungen beleuchten Themen wie die Rettung der Sammlung oder die Kolonialgeschichte im Amani-Institut Tansanias.
- Barrierefreiheit umfasst Aufzug, behindertengerechte Toiletten und FM-Anlagen für Führungen – inkl. sensorischer Optimierung.
Tipps
- Der barrierefreie Zugang erfolgt über einen Fahrstuhl, der alle Ausstellungsetagen und die Verwaltung im Hauptgebäude erschließt.
- Im Foyer und im Nebengebäude des Restaurants stehen behindertengerechte Toiletten zur Verfügung, die kostenfrei genutzt werden können.
- Die Sonderausstellung im Juni 2024 beleuchtet die Geschichte des Museums und die Rettung seiner Sammlung in einem historischen Kontext.
Eigenschaften
Ausflug Kultur Museum Heimatmuseum Stade
Das Heimatmuseum in Stade zählt zu den ältesten Museumsbauten Deutschlands und bietet einen faszinierenden Einblick in die regionale Geschichte und Kultur des ehemaligen Herzogtums Bremen-Verden sowie des Landes Hadeln. Gegründet wurde es im Auftrag des „Vereins für Geschichte und Altertümer der ehemaligen Herzogtümer Bremen und Verden und des Landes Hadeln“, um Sammlungen für die breite Öffentlichkeit und Schulen zugänglich zu machen. Die Dauerausstellung gliedert sich in zwei zentrale Bereiche: die bäuerliche und die bürgerliche Kultur der Region.
Im Fokus der bäuerlichen Kultur steht eine bedeutende Sammlung Altländer Trachten und landwirtschaftlicher Geräte, die das traditionelle Leben auf dem Land lebendig werden lässt. Die bürgerlichen Exponate hingegen zeigen einen originalgetreuen städtischen Wohnraum aus dem 18. Jahrhundert, darunter eine seltene Landschaftstapete mit Schweizer Motiven von 1825. Ergänzt wird dieser Bereich durch einen Gedenkraum, der an August von Goeben erinnert.
Aktuell widmet sich das Museum einer Sonderausstellung im Schwedenspeicher, die die Geschichte des Hauses und die Rettung seiner Sammlung thematisiert. Daneben gibt es ein vielfältiges Shop-Angebot mit regionalgeschichtlichen Publikationen, Katalogen zu Sonderausstellungen, historischen Karten sowie handgefertigten Mitbringsel wie T-Shirts, Stofftaschen und Postkarten – allesamt im Siebdruckverfahren in lokaler Manufaktur produziert. Besonders hervorzuheben ist das breite Sortiment an Spielen, DVDs und kleinen Souvenirs, die an die Ausstellungen erinnern.
Das Museum legt großen Wert auf Barrierefreiheit: Ein Fahrstuhl erschließt alle Ausstellungsetagen und die Verwaltung, während das Foyer über ein behindertengerechtes WC verfügt. Allerdings ist der Aufzug an Sonntagen nicht verfügbar. Für Schwerhörige stehen auf Anfrage FM-Anlagen für Führungen zur Verfügung. Ein weiteres behindertengerechtes WC befindet sich im Nebengebäude des Restaurants. Trotz dieser Bemühungen ist das benachbarte Kunsthaus Stade – ebenfalls ein Teil der Museumseinrichtung – bisher nicht vollständig barrierefrei zugänglich.
Mit seinen historischen Sammlungen, aktuellen Forschungsprojekten wie der Sammlung Karl Braun und der Aufarbeitung der Rolle des Amani Instituts während der deutschen Kolonialzeit in Tansania bietet das Heimatmuseum einen spannenden Mix aus regionaler Identität und überregionaler Geschichte. Ideal für Familien, Geschichtsinteressierte und alle, die das kulturelle Erbe Stades und seiner Umgebung erleben möchten.