Kirche/Kloster

St. Cosmae et Damiani

Cosmae-Kirchhof 1, 21677 Stade

Highlights

  • Die St. Cosmae-et-Damiani-Kirche in Stade besitzt eine der berühmtesten Barockorgeln Europas (Huß/Schnitger, 1675) und eine 62,45 m hohe Turmspitze aus dem 17. Jahrhundert.
  • Errichtet 1257 als Kapelle, prägt die Kirche mit achteckigem Turm, dreigiebeliger Ostfassade (1622) und barocker Innenausstattung (1663–1677) das Stadtbild seit dem Stadtbrand 1659.

Tipps

  • Der barrierefreie Zugang ermöglicht Besuchern mit eingeschränkter Mobilität einen ungehinderten Eintritt in die Kirche.
  • Die historische Barockorgel von Huß und Schnitger (1675) bietet Einblicke in europäische Orgelbaukunst und wird regelmäßig bei Konzerten gespielt.
  • Die wechselnden Kunstausstellungen, wie die aktuelle von Gudrun Fischer-Bomert, ergänzen das kulturelle Angebot der Kirche durch zeitgenössische Werke.

Eigenschaften

Entspannt Kulturell Ganzjährig

Kultur & Sakrales in St. Cosmae et Damiani, Stade

Die St. Der älteste schriftliche Nachweis einer Kapelle an diesem Standort stammt aus dem Jahr 1257, doch die heutige Kirche entstand schrittweise – geprägt von Bränden, Umbauten und der Reformation. Besonders auffällig ist ihr markanter achteckiger Turm über der Vierung, der im 17. Jahrhundert mit einem prächtigen Barockhelm auf 62 Meter Höhe ausgebaut wurde. Die dreigiebelige Ostfassade von 1622 unterstreicht den spätgotischen Ursprung, während der Innenraum ab 1663 im Stil des Barock neu gestaltet wurde.

Herzstück der Kirche ist die Huß/Schnitger-Orgel, ein Meisterwerk aus den Jahren 1668 bis 1675. Gebaut von Berendt Huß und seinem Gesellen Arp Schnitger, gilt sie als eine der berühmtesten Barockorgeln Europas. Ihr Klang zog bereits den Komponisten Vincent Lübeck an, der von 1675 bis 1702 als Organist wirkte. Heute ist die restaurierte Orgel ein zentraler Anziehungspunkt für Musikliebhaber und Touristen – nicht nur wegen ihres historischen Werts, sondern auch wegen der regelmäßigen Konzerte, die sie in ihren Hallen erklingen lässt.

Die Ausstattung der Kirche spiegelt die Entwicklung von der Gotik über den Barock bis hin zu modernen Interpretationen wider. Neben dem Hauptaltar und der Kanzel aus dem 17. Jahrhundert sticht der 2024 installierte Ambo des Hamburger Künstlers Andreas Kasparek hervor, der traditionelle Elemente mit zeitgenössischer Kunst verbindet. Zudem bietet der Kirchenraum regelmäßig Ausstellungen zeitgenössischer Kunst, wie etwa die aktuelle Arbeit der Berliner Künstlerin Gudrun Fischer-Bomert, die mit „FLOATING / SCHWEBEN“ die Sintflut-Geschichte aufgreift. Diese Veranstaltungen unterstreichen den lebendigen Austausch zwischen Sakralraum und moderner Kultur.

Mit ihrem rollstuhlgerechten Zugang und der zentralen Lage am Mönchsweg in der Stader Altstadt ist die Cosmae-Kirche nicht nur ein historisches Juwel, sondern auch ein Ort der Begegnung. Die Kirche liegt nahe dem Hafen und dem Salztorswall, wo Besucher ihre Fahrzeuge abstellen können. Wer sich für die Region interessiert, findet hier nicht nur Architekturgeschichte, sondern auch Einblicke in das kulturelle Leben der Stadt – von Chorprojekten für Jugendliche bis hin zu besonderen Gottesdiensten wie dem „Sommer unter Psalmen“. Die Cosmae et Damiani bleibt damit ein Ort der Andacht, des Staunens und des kreativen Austauschs.

Bewertungen

4,4 (21) 4.4 aus 21 Bewertungen (Google)

Auf Google

4,4 (21) 4.4 · 21 Bewertungen auf Google
Auf Google ansehen

In der Nähe

Wetter & Pollenflug am Standort

Wetter wird geladen…
7-Tages-Vorhersage…