Hartwarder Friese
Highlights
- Das Hartwarder Friese ist ein bronzener Krieger in Rodenkirchen, errichtet 1914 zur Erinnerung an die Schlacht von 1514.
- Es zeigt einen friesischen Kämpfer mit Rundschild und Morgenstern, symbolisiert auf der Inschrift: 'Lewer dod as Sklav'.
- Die Finanzierung erfolgte durch Spenden, Verkauf von Postkarten und Zuschüsse der Ämter Butjadingen und Brake.
Eigenschaften
Ausflug Kultur Denkmal Hartwarder Friese Rodenkirchen
Der Hartwarder Friese ist ein bedeutendes Kulturdenkmal in Rodenkirchen, gelegen im Landkreis Wesermarsch im Bundesland Stadland. Das aus Bronze gefertigte Denkmal wurde 1914 zur Erinnerung an die Schlacht an der Hartwarder Landwehr im Jahr 1514 errichtet. Es erinnert an den heldenhaften, jedoch verlorenen Freiheitskampf der Friesen aus Butjadingen und Stadland gegen die Oldenburger Grafen und Braunschweiger Fürsten. Das Motiv zeigt einen friesischen Krieger mit Rundschild und Morgenstern, der symbolisch für den Widerstand gegen die Unterwerfung steht. Die Inschrift „Lewer dod as Sklav“ (Niederdeutsch für „Lieber Tod als Sklave“) verdeutlicht den Geist des Widerstands, der mit diesem Denkmal verbunden ist.
Die Idee zur Errichtung des Denkmals entstand bereits 1900 im Rüstringer Heimatbund. 1910 wurde in Rodenkirchen ein eigener Denkmalausschuss gegründet, der die Planung und Umsetzung vorantrieb. Das Grundstück an der damaligen Butjadinger Heerstraße, heute Friesenstraße, stellte der Rodenkirchener Bürger Georg Töllner kostenlos zur Verfügung. Ein Spendenaufruf unter Leitung des Historikers Gustav Rüthning sorgte für die finanzielle Basis. Die Gestaltung des Denkmals wurde nach einem Wettbewerb dem Düsseldorfer Bildhauer Emil Jungblut übertragen, dessen Entwurf trotz kritischer Stimmen – etwa von Historiker Georg Sello, der die historische Genauigkeit der Rüstung anzweifelte – letztlich umgesetzt wurde.
Die feierliche Einweihung fand am 21. Mai 1914 statt und zählte rund 4.000 Besucher, darunter der Großherzog Friedrich August und sein Sohn, Erbgroßherzog Nikolaus. Auch der oldenburgische Minister Hermann Scheer war anwesend. Die Festrede hielt Pastor Chemnitz aus Schweiburg, nachdem der ursprünglich vorgesehene Redner Hermann Oncken kurzfristig absagen musste. Der Vorsitzende des Heimatbundes, Friedrich Haller, betonte in seiner Ansprache, dass das Denkmal nicht gegen das oldenburgische Fürstenhaus gerichtet sei, sondern den Respekt und die Wertschätzung für diejenigen zum Ausdruck bringen solle, die vor vier Jahrhunderten ihr Leben für die Freiheit gaben. Die Presseberichterstattung übernahm der Chefredakteur Wilhelm von Busch, selbst ein Sohn der Region.
Das Denkmal steht heute auf einer kleinen, gepflegten Wiese, umgeben von Bäumen, und bietet Besuchern nicht nur eine informative Tafel zur Geschichte der Schlacht, sondern auch Sitzgelegenheiten zur Ruhe und Besinnung. Es gilt als gelungener Gedenkort, der sowohl die historische Bedeutung des Ereignisses würdigt als auch einen emotionalen Bezug zur Heimat herstellt. Für viele Einheimische ist der Hartwarder Friese ein Symbol für die eigene Geschichte und Identität. Die Finanzierung erfolgte damals hauptsächlich durch Spenden, Verkauf von Denkmalrepliken wie Postkarten sowie Zuschüssen der Ämter Butjadingen und Brake.
In der Nähe
Ausflugsziele in der Nähe
Weitere Anbieter
Wetter & Pollenflug am Standort
Häufige Fragen zu Hartwarder Friese
Wofür steht das Denkmal des Hartwarder Friesen in Rodenkirchen?
Quelle: wikipedia
Wer initiierte die Errichtung des Hartwarder Friesen-Denkmals?
Quelle: wikipedia
Welche Inschriften trägt das Denkmal des Hartwarder Friesen?
Quelle: wikipedia
Wer war der Bildhauer des Hartwarder Friesen-Denkmals?
Quelle: wikipedia