Frieda Löhnberg
Highlights
- Frieda Löhnberg engagierte sich in Stadthagen für Erinnerungskultur und Bildungsarbeit.
- Sie unterstützte Projekte zur Geschichte der Synagoge und ihrer jüdischen Gemeinde.
- Ihr Wirken förderte den Dialog zwischen Generationen und Kulturen.
Tipps
- Besuchen Sie die ehemalige Synagoge Stadthagen als Gedenk- und Lernort mit wechselnden Ausstellungen und Veranstaltungen.
- Nehmen Sie an Workshops und Bildungsangeboten zur Erinnerungskultur teil.
- Informieren Sie sich über lokale Biografien und historische Orte des Nationalsozialismus über die Stolpersteine-Map oder die digitale Wanderausstellung.
Eigenschaften
Über Frieda Löhnberg
Die Frieda Löhnberg ist ein bedeutender Kultur- und Gedenkort in Stadthagen, im Landkreis Schaumburg, Niedersachsen. Ursprünglich als Synagoge erbaut, steht das Gebäude heute im Zentrum der Erinnerungs- und Bildungsarbeit des Vereins ehemalige Synagoge Stadthagen. Die jüdische Gemeinde der Stadt nutzte das Gebäude über Jahrzehnte hinweg als Ort des Zusammenkommens und der religiösen Praxis, bis es im Zuge der nationalsozialistischen Verfolgung geschlossen wurde. Nach dem Zweiten Weltkrieg diente es zunächst als Warenlager, ehe es ab 2008 saniert und in einen Lern- und Gedenkort umgewandelt wurde.
Die Stätte dokumentiert das jüdische Leben in Stadthagen und im Schaumburger Land sowie die Verbrechen des Nationalsozialismus gegen die jüdische Bevölkerung. In Ausstellungen, Workshops und Vorträgen werden Geschichte, Biografien und Erinnerungsorte sichtbar gemacht. Besonderes Augenmerk liegt auf der pädagogischen Arbeit, die sich vor allem an Schülerinnen und Schüler richtet. Projekte wie die Schüler*innenakademie oder Exkursionen zu Gedenkstätten fördern das Verständnis für Demokratie, Menschenrechte und die Auseinandersetzung mit der Geschichte des 20. Jahrhunderts.
Ein weiterer Bestandteil der Gedenkstätte sind die Stolpersteine in Stadthagen, die an die ehemaligen jüdischen Bewohnerinnen und Bewohner erinnern. Eine interaktive Karte sowie eine digitale Wanderausstellung ergänzen das Angebot und ermöglichen einen tieferen Einblick in die Biografien Verfolgter. Die Synagoge versteht sich nicht nur als Ort der Erinnerung, sondern auch als Plattform für zeitgenössische Kulturarbeit. Veranstaltungen wie Lesungen, Konzerte und Theateraufführungen knüpfen an die historische Bedeutung des Ortes an und setzen sich mit aktuellen gesellschaftlichen Themen auseinander.
Die Gestaltung des Ortes folgt einem bewusst zurückhaltenden, denkmalpflegerischen Konzept, das sowohl die historische Substanz des Gebäudes bewahrt als auch den pädagogischen und kulturellen Anforderungen gerecht wird. Die Rekonstruktion des Innenraums orientiert sich an historischen Quellen und wurde in enger Zusammenarbeit mit Experten realisiert. Die Synagoge ist heute ein zentraler Ort der politischen Bildung im Landkreis Schaumburg und wird regelmäßig im Rahmen von Studienreisen und Workshops besucht.