Stolperstein Antonie Wolf geb. Rinke und Max Wolf
Highlights
- Max Wolf wurde als Jude Entrechtet, Vertrieben und schließlich ermordet; sein Schicksal ist in der Ausstellung ‚entrechtet – vertrieben – ermordet‘ dokumentiert.
- Die Gedenktafel würdigt das Schicksal der Familie Wolf, deren Geschichte Teil der lokalen NS-Opferdokumentation in der Stadthagener Synagoge ist.
Eigenschaften
Stolpersteine Antonie Wolf & Max Wolf – Stadthagen
In Stadthagen erinnern zwei Stolpersteine an das Schicksal der Familie Wolf, die während der NS-Zeit schwer unter der rassistischen Verfolgung zu leiden hatte. Die Steine ehren Antonie Wolf, geborene Rinke, und ihren Ehemann Max Wolf. Sie stehen als Mahnmal für die Entrechtung, Vertreibung und Ermordung jüdischer Bürger:innen in der Region, die durch den Nationalsozialismus systematisch verfolgt wurden.
Die Stolpersteine sind Teil eines bundesweiten Projekts des Künstlers Gunter Demnig, das seit den 1990er-Jahren an die Opfer des Holocaust erinnert. In Stadthagen wurden sie vor dem ehemaligen Wohnort der Familie verlegt, um das individuelle Leid der Betroffenen sichtbar zu machen. Die Inschrift auf den Steinen trägt ihre Namen und das Datum ihrer Deportation oder Ermordung – ein stiller Appell, sich der Geschichte zu erinnern.
Die Geschichte der jüdischen Gemeinde in Stadthagen und Schaumburg ist eng mit der Synagoge verbunden, die heute als Ort der Aufklärung dient. Eine Dauerausstellung im Erdgeschoss informiert über die religiöse und kulturelle Prägung des Judentums in der Region. Zudem zeigt die Wanderausstellung *„entrechtet – vertrieben – ermordet“* exemplarisch das Schicksal von Verfolgten, darunter auch Mitglieder der Familie Wolf. Die Ausstellung kann digital eingesehen oder vor Ort entliehen werden.
Die Stolpersteine Antonie und Max Wolf sind ein zentraler Bestandteil des historischen Gedächtnisses in Stadthagen. Sie mahnen dazu, die Verbrechen des Nationalsozialismus nicht zu vergessen und die Verantwortung für eine offene Gesellschaft zu übernehmen. Besonders für Schulen und Bildungsinitiativen bieten sie Anknüpfungspunkte, um über die Folgen von Rassismus und Antisemitismus zu diskutieren.
Wer sich näher mit der Geschichte der jüdischen Gemeinde und den Opfern der NS-Zeit beschäftigen möchte, findet in der Synagoge und den begleitenden Ausstellungen wertvolle Quellen. Die Ausstellung *„entrechtet – vertrieben – ermordet“* zeigt nicht nur die Schicksale einzelner Personen, sondern auch die strukturelle Gewalt des Regimes. Die Stolpersteine selbst bleiben dabei ein persönliches Mahnmal – ein Stein für jeden Verfolgten, der in Stadthagen lebte.