Stolpersteine Else Schmitz geb. Meyer
Highlights
- Else Schmitz (geb. Meyer) war eine jüdische Bürgerin Stadthagens, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde.
- Ihre Geschichte ist Teil der Wanderausstellung ‚entrechtet – vertrieben – ermordet‘ zur NS-Verfolgung in Schaumburg.
- Die Synagoge in Stadthagen zeigt ihre Schicksale in Dauer- und Wanderausstellungen zur jüdischen Geschichte der Region.
Eigenschaften
Stolpersteine Else Schmitz – Stadthagen Kulturdenkmal
In Stadthagen erinnern zwei Stolpersteine an das Schicksal der jüdischen Bürgerin Else Schmitz, geborene Meyer, die während der NS-Zeit verfolgt und ermordet wurde. Die kleinen Messingplatten vor dem Haus, in dem sie einst lebte, sind Teil des internationalen Kunstprojekts von Gunter Demnig, das an die Opfer des Nationalsozialismus erinnert. Die Stolpersteine markieren den Ort, an dem Else Schmitz vor ihrer Deportation und Ermordung lebte – ein stilles Mahnmal für ihr Leben und ihr tragisches Ende.
Else Schmitz gehörte zu den vielen Menschen in Schaumburg, die aufgrund ihrer jüdischen Herkunft systematisch Entrechtung, Verfolgung und schließlich den Tod erlitten. Ihr Schicksal ist Teil einer umfassenden regionalen Erinnerungskultur, die in Stadthagen durch verschiedene Initiativen und Ausstellungen lebendig gehalten wird. Besonders die Synagoge des Ortes dient als zentraler Ort der Aufklärung: Im Erdgeschoss befindet sich eine Dauerausstellung, die die Geschichte der jüdischen Gemeinde in Stadthagen und der Region Schaumburg dokumentiert.
Die Ausstellung beleuchtet nicht nur die religiöse Tradition des Judentums, sondern auch die Verfolgung während des Nationalsozialismus. Ein zentraler Bestandteil ist die Wanderausstellung *„entrechtet – vertrieben – ermordet“*, die exemplarisch das Schicksal von Opfern aus Schaumburg zeigt. Die Präsentation erfolgt an 20 Bannern, die individuelle Schicksale wie das von Else Schmitz aufzeigen und so ein menschliches Gesicht hinter den Statistiken der NS-Verbrechen sichtbar machen. Die Ausstellung kann auch digital eingesehen werden, um die Erinnerungskultur über den Ort hinaus zu verbreiten.
Die Stolpersteine vor Else Schmitz’ ehemaligem Wohnort sind somit ein wichtiger Teil des lokalen Gedächtnisses. Sie erinnern daran, dass Verfolgung und Gewalt nicht nur in entfernten Lagern stattfanden, sondern auch im Alltag der Menschen in Stadthagen. Durch Projekte wie die historische Studienreise des Ratsgymnasiums oder die Arbeit des Fördervereins wird das Bewusstsein für diese Zeit wachgehalten – ein notwendiger Beitrag, um aus der Geschichte zu lernen und die Opfer nicht zu vergessen.
Wer sich näher mit dem Thema beschäftigen möchte, findet in der Synagoge nicht nur die Dauerausstellung, sondern auch religiöse Artefakte wie eine originale Thorarolle. Die Kombination aus lokaler Erinnerungskultur, künstlerischen Mahnmalen wie den Stolpersteinen und pädagogischen Angeboten macht Stadthagen zu einem Ort, an dem Geschichte lebendig bleibt – als Mahnung und als Teil der regionalen Identität.