Denkmal/Gedenkstätte

Stolpersteine

Wallstraße 3, 31655 Stadthagen

Highlights

  • In Stadthagen erinnern Stolpersteine an NS-Opfer und verfolgte Menschen aus der Region.
  • Die Synagoge zeigt Dauerausstellung zur jüdischen Geschichte und restaurierten Thoraschrein mit originaler Thorarolle.
  • Die Wanderausstellung ‚entrechtet – vertrieben – ermordet‘ dokumentiert exemplarisch NS-Verfolgung in Schaumburg.

Tipps

  • Die Stolpersteine in Stadthagen erinnern an Personen, deren Lebenswege durch den Nationalsozialismus geprägt wurden und deren Schicksale dokumentiert werden.
  • Ein Besuch der Synagoge bietet Einblicke in die lokale jüdische Geschichte sowie eine Dauerausstellung zu Verfolgung und Widerstand im Nationalsozialismus.
  • Die digitale Version der Wanderausstellung ‚entrechtet – vertrieben – ermordet‘ ermöglicht eine vertiefte Auseinandersetzung mit regionalen Biografien von Betroffenen.

Eigenschaften

Bildung Kulturell Ganzjährig

Stolpersteine Stadthagen entdecken

Die Stolpersteine in Stadthagen sind ein bewegendes Mahnmal, das an die Opfer des Nationalsozialismus erinnert. Diese kleinen, in den Bürgersteig eingelassenen Gedenktafeln tragen die Namen und Lebensdaten von Menschen, die während der NS-Zeit verfolgt, deportiert oder ermordet wurden. Initiiert vom Künstler Gunter Demnig, dokumentieren die Steine die individuellen Schicksale und machen sie sichtbar – ein zentrales Element der lokalen Erinnerungskultur.

Die Stolpersteine in Stadthagen sind Teil eines bundesweiten Projekts, das sich auf die Verfolgung von Juden, Sinti und Roma, politisch Verfolgten, Homosexuellen und weiteren Gruppen konzentriert. Besonders prägend ist die Verbindung zu der nahen Synagoge Stadthagen, in der eine Dauerausstellung zur Geschichte der jüdischen Gemeinde und ihrer Verfolgung während des Nationalsozialismus zu finden ist. Die Synagoge dient als Ort der Aufklärung und des Gedenkens, während die Stolpersteine vor Ort die persönlichen Geschichten direkt an den Orten ihrer letzten freien Wohnstätte erzählbar machen.

Ein zentrales Element der lokalen Erinnerungskultur ist die Wanderausstellung *„entrechtet – vertrieben – ermordet“*, die exemplarisch an die Verfolgung in Schaumburg erinnert. Die Ausstellung kann digital eingesehen oder von Schulen und Gruppen ausgeliehen werden. Sie ergänzt die Arbeit der Stolpersteine, indem sie systematisch die vielfältigen Gründe der NS-Verfolgung aufzeigt – von rassistischen Motiven bis zu politischen oder religiösen Verfolgungen. Beide Formate zusammen schaffen ein ganzheitliches Bild der lokalen Geschichte und ihrer Opfer.

Die Stolpersteine in Stadthagen sind somit nicht nur ein Symbol der Erinnerung, sondern auch ein Aufruf zur Auseinandersetzung mit der Vergangenheit. Sie laden dazu ein, die Biografien der Verfolgten zu erforschen und die Bedeutung von Toleranz und Menschlichkeit für die Gegenwart zu reflektieren. Durch die Kombination mit Ausstellungen und pädagogischen Angeboten wird das Gedenken lebendig und zugänglich für alle Interessierten.

Besucher können die Stolpersteine als Teil einer historischen Spurensuche nutzen, die von der Synagoge über die Ausstellung bis hin zu den individuellen Gedenktafeln reicht. Die Stadt Stadthagen setzt damit ein Zeichen für eine wache Erinnerungskultur, die die Opfer des Nationalsozialismus nicht vergessen lässt und ihre Geschichten bewahrt.

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