Bismarksäule
Highlights
- Die Bismarcksäule in Remda wurde 1903 auf der Keule errichtet und ist 5 Meter hoch.
- Sie wurde aus Sandstein gebaut und kostete 600 Mark.
- Die Säule dient heute als Denkmal und wurde zuletzt 2023 zu ihrem 120-jährigen Jubiläum gefeiert.
Tipps
- Leichte Wanderung mit schöner Aussicht ins Tal, besonders im Sommer.
- Gute Verbindung zu Rundwanderwegen um Remda-Teichel für längere Touren.
- Historisches Denkmal in gutem Zustand, ruhige Lage bei der Schutzhütte.
Eigenschaften
Über Bismarksäule
Die Bismarcksäule in Remda-Teichel steht auf einem kahlen Höhenrücken östlich der Gemeinde, bekannt als „Keule“. Das Denkmal wurde zu Beginn des 20. Jahrhunderts errichtet und ist Teil der zahlreichen Bismarck-Erinnerungskultur in Deutschland. Die Säule erhebt sich fünf Meter hoch aus hartem, unregelmäßig behauenem Sandstein, der aus nahegelegenen Steinbrüchen stammt. Sie besteht aus zwölf Steinschichten und verjüngt sich von einer Grundfläche von 1,70 mal 1,70 Metern auf eine obere Kante von 1,10 mal 1,10 Metern. Der quadratische Unterbau trägt eine zweistufige Fundamentplatte von fast drei Metern Kantenlänge. Ursprünglich zierte eine Inschrift „BISMARCK“ die Südseite, während eine gusseiserne Tafel mit einem religiösen Motto am Bauwerk befestigt war, die in den 1960er Jahren entfernt, später jedoch wieder angebracht wurde.
Die Initiative zur Errichtung des Denkmals ging auf eine Ortsversammlung im Jahr 1899 zurück, in der ein Ausschuss zur Planung eines Bismarck-Denkmals gebildet wurde. Ursprünglich war sogar die Errichtung auf dem Großen Kalm bei Ehrenstein vorgesehen, doch stattdessen entschied man sich für den heutigen Standort. Der Bau wurde von Wilhelm Gelmroth, einem lokalen Bauunternehmer und Maurermeister, geleitet. Die Finanzierung erfolgte durch Spenden der Bevölkerung, wobei die Gesamtkosten bei 600 Mark lagen. Die Einweihung fand einige Jahre später statt, begleitet von Feuerwerken und Feuerbeleuchtungen, wie sie für Bismarck-Feuersäulen typisch waren. Die Säule diente damals nicht als Aussichtspunkt, sondern als symbolisches Feuerzeichen.
Im Laufe der Jahrzehnte erlebte das Bauwerk verschiedene Phasen der Nutzung und symbolischen Umdeutung. Während der DDR-Zeit soll sie zeitweise als „Turm der Jugend“ bezeichnet worden sein, was jedoch nicht abschließend belegt ist. In den 1990er Jahren wurde die ursprüngliche Tafel mit der Inschrift erneut angebracht. Zu besonderen Anlässen, etwa zur Sommersonnenwende, wird die Säule bis heute traditionsgemäß befeuert. Auch Jubiläumsfeiern, wie das 120-jährige Bestehen im Jahr 2023, unterstreichen die anhaltende Bedeutung des Denkmals für die Region im Landkreis Saalfeld-Rudolstadt.
Der Weg zur Bismarcksäule ist leicht begehbar und verlangt nur geringe körperliche Anstrengung. Die Umgebung lädt zu einer ruhigen Wanderung ein, und der nahegelegene Rundwanderwege bieten sich für einen größeren Ausflug an. Die Aussicht vom Standort aus gewährt einen schönen Blick ins Tal, wobei der Ort selbst weniger sehenswert ist. Im Sommer präsentiert sich das Gelände oft farbenfroh und landschaftlich ansprechend. Die Schutzhütte in unmittelbarer Nähe bietet zusätzlichen Raum für Ruhe und Erholung abseits der touristischen Wege. Mit einem Google-Rating von 4,6 von 5 Sternen bei über 30 Bewertungen zeigt sich, dass Besucher die Stätte als lohnenswertes Kulturdenkmal wahrnehmen.