Kirche/Kloster

Kerlachkapelle

Kreuzweg, 97488 Stadtlauringen

Highlights

  • Die Kerlachkapelle in Stadtlauringen entstand 1750 als privater Marienbau des Barock und erhielt 1797 eine goldgefasste Mater-Dolorosa-Statue von Johann Caspar Pfaff.
  • Der heutige Steinbau (Ende 19. Jh.) ersetzte einen Fachwerk-Vorgänger und entwickelte sich zum Wallfahrtsort mit Kastanienallee (1900) und erneuerten Stationshäuschen (1902).
  • Der neoromanische Innenraum zeigt den Hochaltar mit der 1797 geschaffenen Mater Dolorosa sowie Seitenaltäre mit Johannes dem Täufer und Aloysius (1904).

Tipps

  • Die Kapelle zeigt im Inneren eine neoromanische Gestaltung mit klaren Linien und einer ruhigen Atmosphäre, die durch die schlichte Architektur geprägt wird.
  • Der Hauptaltar beherbergt eine goldgefasste Mater Dolorosa aus dem Jahr 1797, die als zentrales Kunstwerk der Kapelle gilt und Besucher emotional anspricht.
  • An den Seitenaltären finden sich Skulpturen des heiligen Johannes des Täufers sowie des heiligen Aloysius, die die religiöse Vielfalt des Ortes unterstreichen.

Eigenschaften

Entspannt Kulturell Ganzjährig

Kerlachkapelle – Sakrale Kultur in Stadtlauringen

Die Kerlachkapelle in Stadtlauringen ist ein bedeutendes sakrales Bauwerk, das tief in der regionalen Frömmigkeitsgeschichte verwurzelt ist. Ursprünglich als privater Andachtsort des spätbarocken Bürgers Bernhard Bauer um 1750 errichtet, entwickelte sich der kleine Holzbau schnell zu einem Ort der Verehrung. Bereits 1751 wurde für die Marien-Kapelle eine päpstliche Ablassurkunde für ein Marienfest bewilligt – ein Zeichen für die große Bedeutung, die die Kapelle bereits früh in der Gemeinde fand.

Der heutige Steinbau entstand gegen Ende des 19. Jahrhunderts und verdankt seinen Namen dem nahegelegenen Kerlach-Hügel, der seit vorchristlicher Zeit als Kult- oder Versammlungsort diente. Die Kapelle wurde als Wallfahrtsort ausgebaut, was sich in der Anlage eines Kreuzwegs (1764) und späteren Wallgängen bis 1870 widerspiegelt. Auch die um 1900 angelegte Kastanienallee und die erneuerten Stationshäuschen (1902) unterstreichen die wachsende Verehrung des Ortes.

Der Innenraum besticht durch eine schlichte, neoromanische Klarheit, die von der bewegten Geschichte des Gebäudes zeugt. Im Mittelpunkt steht die in üppigem Gold gefasste Mater Dolorosa von Johann Caspar Pfaff aus Obertheres (1797), ein Werk, das durch seine still leidende Darstellung viele Pilger und Gläubige bis heute berührt. An den Seitenaltären finden sich weitere bedeutende Figuren: Rechts der Johannes der Täufer mit Kreuzesfahne und Lamm sowie links der heilige Aloysius, geschaffen von Matthäus Schiestl (1904).

Die Kerlachkapelle gilt als fester Bestandteil des kirchlichen Lebens in Stadtlauringen und zieht mit ihrem spirituellen Charme weiterhin Besucher an. Die harmonische Verbindung von barocker Frömmigkeit, historischer Kontinuität und neoromanischer Ästhetik macht sie zu einem besonderen Ort der Andacht und des Stillstands inmitten der Region.

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