Denkmal/Gedenkstätte

Stolperschwelle Thür. Landeskrankenhaus

Bahnhofstraße, 07646 Stadtroda

Highlights

  • Stolperschwelle in Stadtroda erinnert als Mahnmal an NS-Verbrechen und Opferverfolgung.
  • Errichtet im März an der Zufahrt zum Asklepios Fachklinikum Stadtroda als Gedenkort.
  • Teil des umfassenden medizinischen Versorgungsnetzes mit Tageskliniken und MVZ in Stadtroda.

Tipps

  • Die Stolperschwelle erinnert an historische Ereignisse und dient als Ort der Erinnerung an Opfer der NS-Zeit.
  • Ein barrierefreier Zugang ermöglicht Besuchern mit eingeschränkter Mobilität eine ungehinderte Annäherung an die Gedenkstätte.
  • Die Kombination aus Theaterstück und Gedenkort bietet eine künstlerisch aufbereitete Auseinandersetzung mit lokaler Geschichte.

Eigenschaften

Bildung Kulturell Ganzjährig

Stolperschwelle Thür. Landeskrankenhaus Stadtroda – Kulturdenkmal

Die Stolperschwelle Thür. Landeskrankenhaus in Stadtroda ist eine bewegende Mahn- und Gedenkstätte, die an die dunklen Kapitel der regionalen Gesundheitsgeschichte erinnert. Als Teil des Asklepios Fachklinikums Stadtroda markiert sie einen Ort der Reflexion über die Verantwortung von Medizin und Gesellschaft in schwierigen Zeiten. Die Installation entstand in enger Zusammenarbeit mit dem „stellwerk junges theater“ Weimar und dem Lernort Weimar e.V., um ein Theaterstück zu schaffen, das die Besucher:innen mit der Geschichte konfrontiert und zum Nachdenken anregt.

Die Stolperschwelle ist mehr als eine künstlerische Installation – sie dient als stummer Zeuge für die Erinnerungskultur in Stadtroda und seinen umliegenden Einrichtungen. Das Stück thematisiert die Ambivalenzen des Gesundheitswesens, insbesondere in Bezug auf ethische Grenzen und menschliche Schicksale. Durch die Verbindung von Theater und öffentlichem Raum wird ein Raum geschaffen, der zum Verweilen und zur Auseinandersetzung einlädt. Die kostenfreie Aufführung unterstreicht dabei den Anspruch, die Geschichte einem breiten Publikum zugänglich zu machen.

Der Standort selbst ist eng mit dem Thüringer Landeskrankenhaus verbunden, das heute als Teil des modernen Asklepios Fachklinikums Stadtroda fungiert. Die Klinik bietet ein breites Spektrum an medizinischen Leistungen, von stationären Behandlungen bis hin zu ambulanten Versorgungsangeboten. Die Stolperschwelle steht dabei symbolisch für die Verantwortung, die mit solch einem Gesundheitszentrum einhergeht – eine Verantwortung, die über die reine Versorgung hinausgeht und die Erinnerung an historische Fehler und Lehren einfordert.

Besucher:innen werden durch die Installation ermutigt, sich mit der Geschichte des Ortes auseinanderzusetzen und die Bedeutung von Erinnerungskultur in der Gegenwart zu verstehen. Die Stolperschwelle ist somit nicht nur ein künstlerisches Projekt, sondern auch ein wichtiger Beitrag zur lokalen Identität und zur Bewahrung des Gedächtnisses. Sie zeigt, wie Kunst und Medizin Hand in Hand gehen können, um eine Gesellschaft zu sensibilisieren und wachzuhalten.

Wer sich für die Verbindung von Kultur, Geschichte und Gesundheitswesen interessiert, findet an der Stolperschwelle Thür. Landeskrankenhaus einen Ort der Besinnung. Die Installation lädt dazu ein, innezuhalten, zuzuhören und sich mit den Fragen zu beschäftigen, die über die reine medizinische Versorgung hinausgehen. So wird aus einem klinischen Umfeld ein Raum der Reflexion und des Dialogs – ein unverzichtbarer Bestandteil des kulturellen Erbes von Stadtroda.

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