Museum

Erinnerungsort Torgau. Justizunrecht – Diktatur – Widerstand

Schloßstraße 27, 04860 Torgau

Highlights

  • Der Erinnerungsort Torgau zeigt NS-Militärjustiz, sowjetische Speziallager und DDR-Haft in Schloss Hartenfels.
  • Barrierefreie Ausstellung zu Justizunrecht, Diktatur und Widerstand – Führungen ab fünf Personen nach Absprache.
  • Dokumente, Fotos und Sachzeugnisse der Stiftung Sächsische Gedenkstätten ergänzen die historische Aufarbeitung.

Tipps

  • Der barrierefreie Zugang ermöglicht einen ungehinderten Besuch des Erinnerungsorts im Schloss Hartenfels.
  • Die Ausstellung *Mut und Ohnmacht* thematisiert systematisch die Schwerpunkte der nationalsozialistischen Militärjustiz sowie der sowjetischen Speziallager.
  • Führungen und Projekttage zu politischen Haftbedingungen in der DDR werden nach vorheriger Absprache angeboten und richten sich an Gruppen ab fünf Personen.

Eigenschaften

Bei Regen geeignet Bildung Kulturell Ganzjährig

Kultur: Erinnerungsort Torgau – Justizunrecht & Widerstand

Der Erinnerungsort Torgau. Justizunrecht – Diktatur – Widerstand im historischen Schloss Hartenfels ist ein bedeutender außerschulischer Lernort mit Fokus auf die Aufarbeitung von Unrecht und Widerstand in der deutschen Geschichte. Die Ausstellung „Mut und Ohnmacht“ beleuchtet systematische Menschenrechtsverletzungen und die Unterdrückung von Opposition in zwei zentralen Epochen: der nationalsozialistischen Militärjustiz sowie den sowjetischen Speziallagern und der politischen Haft in der DDR.

Im Mittelpunkt stehen die Verbrechen der nationalsozialistischen Militärjustiz, die als Instrument der Terrorherrschaft diente und unschuldige Soldaten und Zivilisten willkürlich verurteilte. Die Ausstellung zeigt die Lebensbedingungen der Häftlinge, die systematische Entrechtung und die Folgen für die Betroffenen – oft über Generationen hinweg.

Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf der politischen Haft in der DDR, wo das Schloss Hartenfels selbst als Untersuchungshaftanstalt genutzt wurde. Die Ausstellung dokumentiert die Methoden der Überwachung, Folter und Repression, mit denen die SED-Diktatur Dissens unterdrückte. Zeitzeugenberichte, Originaldokumente und historische Gegenstände vermitteln ein eindringliches Bild von Widerstand und Ohnmacht in einer totalitären Gesellschaft.

Der Erinnerungsort ist als barrierefreier Zugang gestaltet und bietet Führungen sowie Projekttage für Schulklassen und Gruppen ab fünf Teilnehmenden an. Die Angebote behandeln die Themenbereiche vertiefend und ermöglichen eine kritische Auseinandersetzung mit den historischen Verantwortungen. Durch die Verbindung von Ausstellung, Archivmaterial und pädagogischen Formaten wird der Ort zu einem Ort der Erinnerung und des Lernens – nicht nur für Torgau, sondern für die gesamte Region.

Als Teil der Stiftung Sächsische Gedenkstätten ist der Erinnerungsort eng mit anderen Gedenkstätten in Sachsen vernetzt. Sein Archiv und seine Sammlungen aus Dokumenten, Fotografien und Sachzeugen ergänzen die lokale Erinnerungskultur und tragen zur Aufarbeitung der deutschen Diktaturgeschichte bei. Der Besuch des Ortes bietet somit nicht nur historischen Einblick, sondern auch eine Einladung zur Reflexion über Freiheit, Gerechtigkeit und den Preis des Widerstands.

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