Museum für bergmännische Volkskunst
Highlights
- Das Museum für bergmännische Volkskunst in Schneeberg zeigt erzgebirgische Volkskunst und Stadtgeschichte seit 1929.
- Seit 1934 ist das Museum im barocken Bortenreuther-Haus untergebracht, einem geschützten Kulturdenkmal.
- Zu den Highlights zählen historische Heimatberge, darunter die mechanische Dorfkirmes von Erich Parthey.
Tipps
- Das Museum zeigt erzgebirgische Volkskunst über zwei Etagen, darunter mechanische Bergwerksdarstellungen und historische Krippen.
- Besonders sehenswert sind die Weihnachtsberge, Pyramiden und Klöppelexponate regionaler Künstler.
- Das barocke Bortenreuther-Haus beherbergt das Museum seit 1934 und ist selbst unter Denkmalschutz.
Eigenschaften
Über Museum für bergmännische Volkskunst
Das Museum für bergmännische Volkskunst in Schneeberg widmet sich der Darstellung und Erhaltung der regionalen Volkskunst mit besonderem Bezug zum Bergbau. Die Stadt Schneeberg, geprägt durch ergiebige Silber- und Kobaltvorkommen, entwickelte über Jahrhunderte hinweg eine reiche kulturelle Tradition, die sich insbesondere im handwerklichen Schaffen der Bergleute niederschlug. Die Ausstellung zeigt eine umfangreiche Sammlung an geschnitzten Bergmännern, Pyramiden, Drehleuchtern sowie Alltagsgegenständen, die das Leben und die Kultur des Erzgebirges widerspiegeln. Ergänzt wird die Präsentation durch Elfenbeinschnitzereien, kunstvolles Zinn sowie geklöppelte Spitzen aus Leinengarn, Gold- und Silberfaden.
Zu den besonderen Exponaten zählt die mechanische Schachtanlage „Weißer Hirsch“, welche die Untertagewelt anschaulich nachbildet und durch ein komplexes System aus Wellen, Rädern, Hebeln und Fäden zum Leben erweckt. Ebenso beeindruckend sind die beweglichen Weihnachtsberge, die Szenen der biblischen Geschichte auf Grundlage der Bilderbibel von Julius Schnorr v. Carolsfeld darstellen. Auch die erzgebirgische Dorfkirmes, ein Hauptwerk regionaler Volkskunst, wird zu besonderen Anlässen in Betrieb genommen und zeigt die handwerkliche Meisterschaft und kreative Tradition der Region.
Das Museum ist in einem der bedeutendsten barocken Bürgerhäuser des sächsischen Erzgebirges untergebracht – dem Bortenreuther-Haus, erbaut im frühen 18. Jahrhundert. Das Gebäude selbst ist ein kulturhistorisches Zeugnis und steht unter Denkmalschutz. Seit den 1950er Jahren dient die Einrichtung gezielt der Sammlung, Bewahrung und Präsentation der bergmännischen Volkskunst. Es ist Teil der Montanregion Erzgebirge, für die Anträge zur Aufnahme ins UNESCO-Welterbe vorliegen.
Die museale Ausrichtung umfasst neben der Volkskunst auch die Stadtgeschichte von Schneeberg sowie Werke regionaler Maler und Grafiker. Besucher erhalten Einblicke in die Entwicklung der lokalen Handwerkskunst und deren Verbindung zur Bergmannstradition. Die Präsentation erstreckt sich über mehrere Jahrzehnte und veranschaulicht den Wandel der Volkskunst im Erzgebirge. Neben dauerhaften Exponaten finden auch Sonderausstellungen statt, die sich thematisch mit regionalen Besonderheiten beschäftigen.
Das Museum genießt bei Gästen ein hohes Ansehen, wie die zahlreichen positiven Bewertungen belegen. Besucher schätzen die liebevolle Gestaltung der Räume, die Vielfalt der Exponate sowie die anschauliche Vermittlung der regionalen Geschichte. Die mechanischen Bergwerksdarstellungen, kunstvollen Schnitzereien und detailreichen Weihnachtsberge gelten als besonders sehenswert. Das Museum bietet einen umfassenden Einblick in die Kultur und Tradition einer Region, deren Identität eng mit dem Bergbau verbunden ist.