Universitätsbibliothek „Georgius Agricola“
Highlights
- Die Universitätsbibliothek ‚Georgius Agricola‘ bewahrt den historischen Nachlass von Adolf Ledebur und Exponate der ehemaligen VDEh-Bibliothek seit 2020 auf.
- Barrierefreiheit: Rollstuhlgerechte Sitzplätze, Eingänge, Parkplätze und WC sind in der Bibliothek verfügbar.
- Die Ausstellung ‚IG Farben – Von Aufarbeitung zu Aktivismus‘ zeigt 21 Originalplakate einer studentischen Wanderausstellung (2005) zur Zwangsarbeit der Firma.
Tipps
- Der barrierefreie Zugang zur Bibliothek erfolgt über einen rollstuhlgerechten Eingang und ermöglicht so eine ungehinderte Nutzung der Räumlichkeiten.
- Rollstuhlgerechte Parkplätze stehen in unmittelbarer Nähe des Gebäudes zur Verfügung und erleichtern die Anreise für Besucher mit Mobilitätseinschränkungen.
- Ein rollstuhlgerechtes WC ist im Gebäude vorhanden und bietet komfortable Sanitäranlagen für alle Nutzer.
Eigenschaften
Ausflug Kultur Bibliothek Freiberg: Georgius Agricola
Die Universitätsbibliothek „Georgius Agricola“ in Freiberg ist ein zentraler Ort des Wissens und der Forschung an der Technischen Universität Bergakademie Freiberg. Als wissenschaftliche Einrichtung bewahrt sie nicht nur einen umfangreichen Altbestand, sondern bietet auch moderne Arbeitsmöglichkeiten für Studierende, Forschende und interessierte Besucher. Besonders hervorzuheben ist der Sonderlesesaal, der auf Anfrage zugänglich ist und historische Sammlungen wie den Nachlass des renommierten Eisenhüttenkundlers Adolf Ledebur beherbergt. Diese Bestände stammen teilweise aus der ehemaligen VDEh-Bibliothek und spiegeln die internationale Ausstrahlung der Freiberger Wissenschaft wider.
Ein besonderes Engagement zeigt die Bibliothek durch aktuelle Ausstellungen, die historische Themen mit zeitgenössischen Perspektiven verbinden. So wurde etwa eine Wanderausstellung zur Geschichte der IG Farben präsentiert, die die Rolle des Unternehmens vor, während und nach den Weltkriegen beleuchtet. Die Ausstellung geht dabei auch auf die Entstehungsgeschichte einer studentischen Wanderausstellung aus den 1990er und 2000er Jahren ein, die sich mit der Aufarbeitung von Zwangsarbeit befasste. Die Originalplakate und Begleitmaterialien werden hier thematisiert und durch digitale Kommentare ergänzt, um den historischen Kontext lebendig zu halten.
Ein weiteres Highlight war die erste Weihnachtsausstellung in den historischen Räumen der Bibliothek, die mit historischen Spielzeugen und Adventskalendern eine besinnliche Atmosphäre schuf. Daneben widmete sich die Einrichtung der Person Adolf Ledeburs, dessen wissenschaftliches Werk und akademisches Wirken in einer Sonderausstellung im Neubau der Bibliothek gezeigt wurde. Die Präsentation verbindet archivierte Dokumente mit aktuellen Forschungsfragen und lädt zum Dialog ein – etwa durch begleitende Vorträge oder digitale Begleitmaterialien, die über QR-Codes zugänglich sind.
Die Bibliothek legt besonderen Wert auf Barrierefreiheit und bietet rollstuhlgerechte Sitzgelegenheiten, einen zugänglichen Eingang sowie ein rollstuhlgerechtes WC und Parkplätze. Damit steht sie nicht nur Wissenschaftlern, sondern auch einem breiten Publikum offen. Als Ort der Kommunikation und des Austauschs verbindet sie traditionelle Sammlungen mit modernen Formaten und fördert so die Auseinandersetzung mit Geschichte und Gegenwart der Freiberger Wissenschaft.
Ob zur Vorbereitung auf Prüfungen, zur Recherche in historischen Quellen oder zur Teilnahme an Ausstellungen – die „Georgius-Agricola“-Bibliothek ist ein zentraler Anlaufpunkt für alle, die sich für Technik, Geowissenschaften oder Kulturgeschichte interessieren. Durch ihre vielfältigen Angebote und die Verbindung von Archiv, Ausstellung und öffentlichem Raum bleibt sie ein lebendiger Teil des wissenschaftlichen und kulturellen Lebens in Freiberg.