Denkmal/Gedenkstätte

Großsteingrab bei den Düvelskuhlen 2

49751 Hüven

Highlights

  • Das Großsteingrab bei den Düvelskuhlen in Hüven stammt aus dem Mittelneolithikum und ist ein fast vollständig erhaltenes Einzeldenkmal.
  • Die Grabkammer ist etwa 9 Meter lang und 3 Meter breit, orientiert in Ost-West-Richtung, mit sieben Tragsteinen an den Längsseiten.
  • Archäologische Untersuchungen ab 1932 enthüllten unter dem Erdhügel eine nahezu unberührte Kammer mit insgesamt 35 Umfassungssteinen.

Tipps

  • Das Großsteingrab bei den Düvelskuhlen ist ca. 9 Meter lang und 3 Meter breit, die Grabkammer verläuft ost-westlich.
  • Derzeit sind vier Decksteine und insgesamt 35 Umfassungssteine an der Grabanlage erhalten.
  • Archäologische Untersuchungen fanden erstmals 1932 statt, nachdem zuvor eine Zerstörung vermutet wurde.

Eigenschaften

Bildung Kulturell Ganzjährig

Über Großsteingrab bei den Düvelskuhlen 2

Das Großsteingrab bei den Düvelskuhlen 2 in Hüven, Landkreis Emsland, Niedersachsen, zählt zu den bedeutenden archäologischen Denkmälern der Region. Es handelt sich um eine mittelneolithische Grabanlage, die unter einem Erdhügel verborgen liegt und aufgrund ihrer archäologischen Substanz als Einzeldenkmal erfasst ist. Die Orientierung der Grabkammer erfolgt in Ost-West-Richtung, was für Großsteingräber dieser Epoche typisch ist.

Bis ins Jahr 1932 wurde fälschlicherweise angenommen, dass die Anlage größtenteils zerstört sei. Oberflächlich waren lediglich einzelne Steine sichtbar, darunter drei Decksteine, Tragsteine sowie einige Umfassungssteine. Aufgrund dieser Beobachtung veranlasste Karl Hermann Jacob-Friesen, damaliger Direktor des Provinzialmuseums Hannover, eine archäologische Untersuchung. Dabei wurde festgestellt, dass das Großsteingrab nahezu vollständig erhalten war und unter dem Hügel verborgen lag.

Die Grabkammer weist eine Länge von etwa neun Metern und eine Breite von rund drei Metern auf. Sie wird durch insgesamt acht Tragsteine – sieben an den Längsseiten und je einer an den Schmalseiten – gebildet. Vier Decksteine überziehen den Raum, während insgesamt 35 Umfassungssteine den Hügelfuß umschließen. Diese Steinanordnung zeugt von hoher handwerklicher Qualität und lässt Rückschlüsse auf die Bestattungsrituale der neolithischen Bevölkerung zu.

Das Denkmal ist im Denkmalverzeichnis des Landes Niedersachsen erfasst und wird vom Niedersächsischen Landesamt für Denkmalpflege betreut. Es besitzt eine klare geschichtliche Bedeutung und gilt als wichtige Zeugniss der Jungsteinzeit in der Region. Die Erhaltung und Dokumentation des Großsteingrabs tragen zur Erforschung der Kulturlandschaft im Emsland bei.

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