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Hügelgräberheide bei Groß und Klein Berßen

49777 Klein Berßen

Highlights

  • Die Hügelgräberheide bei Groß und Klein Berßen ist ein 9,1 Hektar großes Naturschutzgebiet im Emsland.
  • Es beherbergt rund 80 bronzezeitliche Hügelgräber und wird seit 1995 mit Schafen beweidet.
  • Das Gebiet ist Lebensraum seltener Arten wie der Heide-Sandbiene und steht seit 1936 unter Schutz.

Tipps

  • Das Naturschutzgebiet ist vom Feldweg aus gut einsehbar, da es nicht betreten werden darf.
  • Die Heidefläche wird seit 1995 durch Schafbeweidung gepflegt, um Verbuschung zu verhindern.
  • Besucher können verschiedene Wildbienenarten sowie Pflanzen wie Ginster und Krähenbeere beobachten.

Eigenschaften

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Über Hügelgräberheide bei Groß und Klein Berßen

Die Hügelgräberheide bei Groß und Klein Berßen ist ein Naturschutzgebiet im Landkreis Emsland in Niedersachsen. Es liegt nördlich der Ortschaft Klein Berßen am Rand der Hohen Düne, einer Erhebung des Hümmlings. Das rund 9,1 Hektar große Schutzgebiet steht seit den 1930er Jahren unter Naturschutz und wird vom Landkreis Emsland verwaltet. Charakteristisch für das Gelände sind die aus der Bronzezeit stammenden Hügelgräber, von denen sich etwa 80 Exemplare in der Heide befinden. Diese archäologischen Funde machen das Gebiet zu einer bedeutenden Kulturlandschaft in der Region.

Die Landschaft besteht heute überwiegend aus Heidefläche, die durch eine alte Wallhecke umgeben ist. Um das Wachstum von Gehölzen zu unterbinden und die offene Struktur der Heide zu erhalten, wird das Gebiet seit Mitte der 1990er Jahre durch Schafbeweidung gepflegt. Diese Maßnahme hat dazu beigetragen, den zuvor stark verbuschten Zustand des Geländes zu verbessern. Heute siedeln hier typische Heidepflanzen wie Besenheide und Schwarze Krähenbeere. Seit Ende der 1990er Jahre konnten auch wieder Arten wie Behaarter und Englischer Ginster im Gebiet nachgewiesen werden.

Das Naturschutzgebiet dient zudem als Lebensraum für verschiedene Tierarten, darunter mehrere Wildbienenarten wie die Heide-Sandbiene, die Heide-Seidenbiene, die Heide-Wespenbiene und die Heide-Filzbiene. Diese Insekten profitieren von der offenen, sandigen Struktur der Heideflächen. Die Hügelgräber selbst sind in der Regel durch Zäune vom Betreten ausgeschlossen, um den archäologischen Fundstellen einen langfristigen Schutz zu ermöglichen. Von einem parallel verlaufenden Feldweg aus, der genau auf der Gemeindegrenze zwischen Groß Berßen und Klein Berßen liegt, lässt sich das Heidegebiet dennoch gut überblicken und erleben.

Die Hügelgräberheide vereint somit Naturschutz und archäologisches Erbe in einer Landschaft. Ihre Lage am Fuße der Hohen Düne macht sie zu einem markanten Punkt in der niedersächsischen Geestregion. Die Fläche ist Teil eines größeren ökologischen und kulturellen Zusammenhangs, der durch gezielte Pflegemaßnahmen langfristig erhalten werden soll.

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