Kirche/Kloster

St. Marienkirche Buttforde

Neudorfer Weg 1, 29377 Wittmund-Buttforde

Highlights

  • Die St. Marienkirche Buttforde ist eine denkmalgeschützte Granitquaderkirche aus dem 13. Jahrhundert (ca. 1220–1240).
  • 1475 erwarb das Kirchspiel eine Glocke, ursprünglich für Fulkum bestimmt; 1681 wurde ein Vorbau ergänzt, heute saniert.
  • Die Kirche beherbergt eine originale Orgel von Joachim Richborn (1681) und zeigt Spuren einer frühmittelalterlichen Siedlung.

Tipps

  • Der rollstuhlgerechte Zugang ermöglicht einen ungehinderten Besuch der Kirche für alle Besucher.
  • Auf der nahegelegenen Warft sind archäologische Funde aus dem Mittelalter ausgestellt, die historische Siedlungsstrukturen belegen.
  • Die erhaltene Orgel von Joachim Richborn aus dem Jahr 1681 bietet Einblicke in die handwerkliche Tradition der Region.

Eigenschaften

Entspannt Kulturell Ganzjährig

Kultur & Sakral: St. Marienkirche Buttforde

Die St. Marienkirche Buttforde in Wittmund-Buttforde ist ein historisches Juwel ostfriesischer Kirchenbaukunst und ein zentraler Ort der regionalen Kulturgeschichte. Die Granitquaderkirche entstand vermutlich zwischen 1220 und 1240 und zählt damit zu den ältesten Sakralbauten der Region. Archäologische Funde auf einer nahegelegenen Warft deuten zudem auf eine hoch- oder spätmittelalterliche Siedlung hin, die bereits vor der heutigen Kirche existierte. Buttforde selbst wurde erstmals 1420 urkundlich erwähnt, doch die Geschichte des Kirchspiels reicht weiter zurück – es gehörte ursprünglich zur Kirche Stedesdorf.

Ein markantes Merkmal der St. Marienkirche ist ihr Vorbau aus dem Jahr 1681, der 2005 umfassend saniert wurde und heute als barocke Prägung des Innenraums wirkt. Besonders sehenswert ist die Orgel des Meisters Joachim Richborn, die noch immer funktionstüchtig ist und die Akustik der Kirche bereichert. Die Kirche steht unter Denkmalschutz und bewahrt damit nicht nur architektonisches Erbe, sondern auch kulturelle Traditionen. Ihr gut erhaltenes Erscheinungsbild und die barocke Ausstattung machen sie zu einem bedeutenden Zeugnis der regionalen Kirchenbaugeschichte.

Ein besonderes Detail ist die Glocke, die ursprünglich für die Kirche in Fulkum (heute zu Holtgast) bestimmt war und 1475 von dort nach Buttforde gelangte. Solche Umwidmungen zeigen die dynamische Entwicklung der Kirchensprengel im Mittelalter. Die Kirche ist zudem ein Ort mit lebendiger Geschichte: Der berühmte Rechenmeister Folkert Krey aus Buttforde prägte mit seinem Lehrbuch die Mathematikunterweisung in Ostfriesland und inspirierte eine bis heute bekannte Redewendung – ein Beweis für den kulturellen Einfluss des Ortes.

Die St. Marienkirche ist nicht nur ein architektonisches Wahrzeichen, sondern auch ein barrierefreier Ort, der mit rollstuhlgerechtem Zugang und Parkplatz Besuchern aller Mobilitätsgrade zugänglich ist. Mit einer Google-Bewertung von 4,8 Sternen aus über 20 Bewertungen gilt sie als beliebter Ausflugsziel für Kulturinteressierte. Ob als Ort der Andacht, für historische Entdeckungen oder als Teil der regionalen Identität – die Kirche verbindet Geschichte, Kunst und Gemeinschaft auf einzigartige Weise.

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