Denkmal/Gedenkstätte

Fliegerdenkmal Gönnern

35232 Dautphetal

Highlights

  • Am 17. Juni 1944 stürzte bei Gönern ein deutsches Nachtjagdflugzeug vom Typ Messerschmitt Bf 110 ab.
  • Die dreiköpfige Besatzung kam beim Absturz ums Leben, darunter der Flugzeugführer Emil Hilberseimer.
  • Zeitzeugen berichteten von einem Luftkampf und einer anschließenden Explosion in der Gemarkung „Auf der Bracht“.

Tipps

  • Das Fliegerdenkmal Gönnern erinnert an einen Absturz einer Bf 110 am 17. Juni 1944 in der Gemarkung „Auf der Bracht“.
  • Die Besatzung des Nachtjagdflugzeugs kam bei dem Unfall nördlich von Gönnern ums Leben, darunter auch Feldwebel Emil Hilberseimer.
  • Zeitzeugen berichteten von einem Luftkampf und Feuerschein vor dem Absturz, der in Richtung Gönnern sichtbar war.

Eigenschaften

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Über Fliegerdenkmal Gönnern

Das Fliegerdenkmal Gönnern erinnert an ein tragisches Ereignis im Zweiten Weltkrieg und steht in der Gemeinde Dautphetal im hessischen Landkreis Marburg-Biedenkopf. Es gedenkt der Besatzung eines deutschen Nachtjagdflugzeugs vom Typ Messerschmitt Bf 110, das in der Nacht zum vorletzten Tag des Monats Juni 1944 nahe des Ortsteils Gönnern abstürzte. Bei dem Unfall kamen alle drei Besatzungsmitglieder ums Leben. Das Flugzeug war von seinem Stützpunkt in St. Trond, Belgien, ausgestartet, um feindliche Verbände abzufangen, doch es kam weit außerhalb seines regulären Einsatzgebiets zu einem Flugunfall, der als „Verorientierung“ gewertet wurde.

Zeitzeugen berichteten von einem heftigen Luftkampf, bevor das Flugzeug abstürzte und explodierte. Einige Bewohner von Gönnern suchten Schutz in einem nahegelegenen Stollen, als die Motorengeräusche näher kamen. Kurz darauf hörten sie den Aufprall und sahen in Richtung des Absturzorts einen Feuerschein am Himmel. Die erste offizielle Meldung stammte vom Gendarmerie-Einzelposten in Gönnern, der umgehend die zuständigen Stellen alarmierte. Rettungs- und Bergungsarbeiten wurden durchgeführt, wobei die Trümmer des Flugzeugs noch Stunden brannten. Die drei Toten wurden geborgen, in Holzsärge gelegt und ins Dorf überführt. Die umliegende Munition wurde gesichert und an die zuständigen militärischen Stellen übergeben.

Das Denkmal selbst markiert den Absturzort in der Gemarkung „Auf der Bracht“ und steht als Mahnmal für die Opfer des Luftkriegs. Es ist Teil eines größeren Gedenkens an die Fliegerschicksale in der Region, die über die Orte Lumda, Lahn und Ohm dokumentiert sind. Die Geschichte des Absturzes wurde durch Zeitzeugenberichte, offizielle Meldungen und Nachforschungen der Angehörigen detailliert rekonstruiert. Die Besatzung bestand aus Feldwebel Emil Hilberseimer, Unteroffizier Karl Holch und Gefreiter Gerhard Gille – alle fielen sie bei diesem Einsatz. Das Fliegerdenkmal Gönnern ist somit ein stiller Ort der Erinnerung an die menschlichen Schicksale hinter den militärischen Daten und Statistiken des Krieges.

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