German Submarine U-995
Highlights
- U-995 ist ein ehemaliges deutsches U-Boot des Typs VII C, 1943 in Dienst gestellt.
- Seit 1972 dient es in Laboe als technisches Museum vor dem Marine-Ehrenmal.
- Das Boot wurde nach Norwegen überführt und fuhr dort unter dem Namen 'Kaura' bis 1965.
Tipps
- Das U-Boot Typ VII C ist gut erhalten und vermittelt eindrucksvoll die Lebens- und Arbeitsbedingungen der Besatzung unter Deck.
- Ein Besuch lohnt sich besonders für Technik- und Marineinteressierte, da viel zu sehen und zu erfahren ist.
- Führungen und zusätzliche Informationen für Schulklassen sind über die Website buchbar, was den Besuch vertieft.
Eigenschaften
Über German Submarine U-995
Das ehemalige deutsche U-Boot U 995 ist heute eines der bedeutendsten technikhistorischen Museumsobjekte in Schleswig-Holstein und befindet sich in Laboe direkt am Meer. Als eines der wenigen erhaltenen U-Boote des Typs VII C steht es seit 1972 an seinem heutigen Standort und zieht jährlich rund 250.000 Besucher an. Es handelt sich um ein authentisches Kriegsdenkmal, das nicht nur technikbegeisterte Besucher fasziniert, sondern auch als Mahnmal für die Schrecken des Zweiten Weltkriegs dient.
Die U 995 wurde ursprünglich 1943 in Hamburg bei Blohm & Voss in Dienst gestellt und gehörte zu den am häufigsten gebauten U-Boot-Typen der Kriegsmarine. Bis Kriegsende wurde sie vor allem im Nordmeer eingesetzt, um feindliche Konvois und Schiffe anzugreifen. Nach dem Krieg wurde das Boot von der norwegischen Marine übernommen und unter dem Namen „Kaura“ weiter genutzt, bevor es 1965 als Versöhnungsgeste an die Bundesrepublik Deutschland zurückgegeben wurde. Die Überführung nach Laboe erfolgte 1972 durch einen speziellen Wassertransport, bei dem das U-Boot in einem eigens ausgebaggerten Kanal auf ein Podest gesetzt wurde.
Als Technikmuseum vermittelt die U 995 einen eindrucksvollen Einblick in die Lebens- und Arbeitsbedingungen der Besatzung unter extremsten Umständen. Besucher können das Innere des U-Bootes durchqueren und erfahren dabei, wie eng und herausfordernd die Situation an Bord war – bei einer Mannschaftsstärke von über 50 Männern auf engstem Raum unter Tage. Die Ausstellung regt zum Nachdenken über die menschlichen Schicksale und die Realität des Krieges an und soll nicht nur fachliche Neugier wecken, sondern auch mahnen.
Die Pflege und Erhaltung des U-Bootes ist mit hohen Kosten verbunden, die über die Jahre durch Spenden, Mitgliedsbeiträge und Eintrittsgelder finanziert wurden. Der Verein Deutscher Marinebund e.V. ist seit jeher für die Betreuung und den Erhalt des Denkmals verantwortlich. Das Museum richtet sich nicht nur an Fachinteressierte, sondern auch an Schulklassen, Familien und alle, die sich für maritime Geschichte und Militärtechnik interessieren. Ein virtueller Rundgang sowie regelmäßige Führungen ergänzen das Angebot vor Ort.