Kirche/Kloster

Kath. Pfarramt St. Michael

Hafnerstraße 3, 94377 Steinach

Highlights

  • Die Kirche St. Michael in Steinach vereint romanische Wehrturm-Reste mit spätgotischem Chor und einem 1702 datierten Dachstuhl.
  • Der neuromanische Hochaltar mit einer Madonna aus Gschwendt stammt aus dem Jahr 1675 und wurde durch ein Erbe finanziert.
  • Fresken aus dem 16. Jahrhundert und eine Nebenkirche auf dem Kapflberg prägen die historische Bausubstanz der Pfarrei.

Tipps

  • Ein rollstuhlgerechter Parkplatz ermöglicht barrierefreies Anfahren des Pfarramtsgeländes.
  • Die historische Kirche vereint romanische Fundamente mit spätgotischen Chor- und Langhausstrukturen aus dem 15. Jahrhundert.
  • Der neuromanische Hochaltar aus dem Jahr 1675 zeigt eine Madonna aus der ehemaligen Kapelle in Gschwendt.

Eigenschaften

Entspannt Kulturell Ganzjährig

Kultur & Sakrales in Steinach: Pfarramt St. Michael

Das Katholische Pfarramt St. Michael in Steinach ist ein historisch bedeutsames Bauwerk, das tief in der regionalen Tradition verwurzelt ist. Die Kirche vereint architektonische Stile aus verschiedenen Epochen und erzählt so die Geschichte einer Pfarrei, die über Jahrhunderte hinweg prägend für die Gemeinde war. Der untere Teil des romanischen Kirchturms stammt vermutlich aus einer Zeit, in der er als Wehrturm diente – ein Zeugnis der frühen Verteidigungskultur in der Region.

Besonders auffällig ist der spätgotische Chor und das Langhaus, die durch ihre filigrane Bauweise und künstlerische Gestaltung bestachen. Doch auch der Dachstuhl verrät mit seiner dendrochronologisch datierten Holzkonstruktion aus dem frühen 18. Jahrhundert handwerkliche Meisterleistungen vergangener Generationen. Die letzte umfassende Umgestaltung im Jahr 2019 gab der Kirche schließlich ihr heutiges, modernes Erscheinungsbild – ohne jedoch die historische Substanz zu verlieren.

Ein zentrales Kunstwerk ist der neuromanische Hochaltar, der um 1675 entstand und als Schenkung des wohlhabenden Fuhrmanns und Händlers Christoph Wagner von Gschwendt entstand. Sein Mittelpunkt bildet eine Madonna, die ursprünglich aus der Benefiziumskapelle St. Christophorus in Gschwendt stammte. Die Kirche dort selbst wurde ebenfalls durch Wagners Vermächtnis finanziert und 1675 errichtet – ein Beispiel für die engen Verbindungen zwischen den Pfarreien der Region.

Neben den architektonischen Besonderheiten begeistert die Kirche durch ihre künstlerischen Schätze. So wurden im Jahr 1502 entstandene Fresken auf dem Kapflberg freigelegt, die heute als frühe Zeugnisse der sakralen Malerei gelten. Diese Nebenkirche, ursprünglich dem heiligen Michael geweiht, zeigt, wie sich der Glaube in der Landschaft verankerte und sich über die Jahrhunderte weiterentwickelte.

Das Pfarramt St. Michael lädt Besucher ein, sich auf eine Reise durch die Geschichte und Spiritualität der Region einzulassen. Mit einem rollstuhlgerechten Parkplatz und virtuellen Führungen bietet es zudem barrierefreie Zugänge zu seinen Schätzen – eine gelungene Verbindung von Tradition und moderner Zugänglichkeit.

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