Marienstele St. Mariä Himmelfahrt
Highlights
- Die Marienstele an der Marienkirche in Steinfurt-Borghorst wurde 1993 zum 40-jährigen Bestehen der Pfarrei und der KAB St. Marien errichtet.
- Die KAB St. Marien Borghorst wurde 1953 gegründet und ist mit knapp 300 Mitgliedern der größte KAB-Verein im Bezirk Westliches Münsterland.
Tipps
- Die Marienstele vor der Kirche zeigt kunstvolle Darstellungen der Himmelfahrt Mariens und ist ein Symbol lebendigen Glaubens in der Gemeinde.
- Der ehemalige Kirchenraum wurde zu einem Kindergarten umgebaut, während der Turm erhalten blieb und weiterhin genutzt wird.
- Regelmäßige Treffen der KAB und andere Gemeindeveranstaltungen finden im Gemeinderaum statt, der für Besucher jederzeit zugänglich ist.
Eigenschaften
Über Marienstele St. Mariä Himmelfahrt
Die Marienstele St. Mariä Himmelfahrt in Steinfurt ist ein beeindruckendes sakralkulturelles Denkmal, das eng mit der Geschichte der katholischen Kirchengemeinde St. Mariä Himmelfahrt sowie der Katholischen Arbeitnehmerbewegung (KAB) St. Marien Borghorst verbunden ist. Die Stele wurde anlässlich des 40-jährigen Bestehens der Pfarrei und der KAB errichtet und steht direkt vor der ehemaligen Marienkirche. Sie gilt als Zeichen lebendigen Glaubens und Gemeinschaftssinns, da ihre Errichtung maßgeblich durch Spenden und ehrenamtlichen Einsatz der Gemeindemitglieder, insbesondere der KAB, ermöglicht wurde.
Das künstlerische Konzept der Marienstele wurde von Norbert Wessels entworfen, während die theologischen Inhalte von Pfarrer Dr. Maaz entwickelt wurden. Die zentrale Figur der Maria sowie die drei Halbreliefs wurden von dem Bildhauer Martin Bartl aus Mittenwald handgeschnitzt. Anschließend erfolgte der Bronzeguss mithilfe von Abdrücken. Die Säule selbst besteht aus einem skandinavischen Granitblock und wurde von der Firma Schrader in Steinfurt gefertigt. Die Gestaltung jedes Details – von den Gesten und Mienen der Figuren bis hin zu den Symbolen im umliegenden Pflaster – wurde sorgfältig überdacht, um die Aussagekraft des Werkes zu unterstreichen.
Die Darstellung auf der Stele zeigt die Himmelfahrt Mariens und verdeutlicht ihre Rolle als Mittlerin, Fürsprecherin und Helferin. Die drei Seiten der Säule präsentieren jeweils Halbreliefs, die Maria in ihrer Funktion als „Miterlöserin“, „Mittlerin aller Gnaden“ und „Fürbittende Allmacht“ zeigen. Diese Motive spiegeln nicht nur tiefgreifende theologische Gedanken wider, sondern laden auch zur Betrachtung und Meditation ein. Die Marienstele ist somit nicht nur ein künstlerisches, sondern auch ein geistliches Zeugnis der Glaubensgemeinschaft vor Ort.
Die Geschichte der Marienkirche selbst ist eng verknüpft mit der Entwicklung der Gemeinde. Obwohl das ursprüngliche Kirchenschiff inzwischen abgerissen wurde, bleibt der Kirchturm erhalten und bildet heute einen markanten Teil des Ortsbildes. Neben dem Turm entstand ein Kindergarten, der den veränderten Bedürfnissen der Gemeinde Rechnung trägt. Die kleine, gemütliche Kirche verfügt nach wie vor über alles, was für den Gottesdienstbetrieb notwendig ist, und bleibt ein Ort der Andacht und des Zusammenkommens. Viele Gläubige erinnern sich mit großer Verbundenheit an wichtige Lebensstationen wie Kommunion und Firmung in dieser Kirche.