Kirche/Kloster

St. Maria Magdalena (Urspring)

Kirchenstraße 16, 86989 Steingaden

Highlights

  • Die katholische Filialkirche St. Maria Magdalena in Urspring wurde im 15./16. Jahrhundert im Stil der Spätgotik umgebaut.
  • Besonderheit der Kirche sind die monochromen Malereien der acht Kreuzwegstationen an der Emporenbrüstung.
  • Der Glockenturm im nördlichen Chorwinkel ist mit einem Satteldach gedeckt und weist ein rundbogiges Zwillingsfenster auf.

Tipps

  • Die romanischen und spätgotischen Bauelemente der Kirche sind sehenswert, insbesondere der Eingangsbogen mit Tier- und Rosettenverzierungen.
  • Die monochromen Kreuzwegstationen an der Emporenbrüstung stammen aus dem Jahr 1507 und zeigen eine seltene mittelalterliche Maltechnik.
  • Der Glockenturm im nördlichen Chorwinkel ist mit einem Satteldach gedeckt und verfügt über ein Zwillingsfenster mit Würfelkapitell.

Eigenschaften

Entspannt Kulturell Ganzjährig

Über St. Maria Magdalena (Urspring)

Die katholische Filialkirche St. Maria Magdalena in Urspring gehört zu den Sakralbauten im Landkreis Weilheim-Schongau und liegt im Ortsteil Urspring der Gemeinde Steingaden. Der Kirchenbau hat seine Ursprünge im Romanischen und erhielt im Laufe der Jahrhunderte gotische Einflüsse. Besonders bemerkenswert sind die an der Emporenbrüstung erhaltenen monochromen Malereien der Kreuzwegstationen, die einen seltenen Einblick in spätmittelalterliche Kirchenkunst gewähren.

Der Glockenturm erhebt sich im nördlichen Chorwinkel und ist mit einem Satteldach gedeckt. Sein oberes Geschoss wird von einem rundbogigen Zwillingsfenster durchbrochen, das auf einer mittigen Säule mit Würfelkapitell ruht. An der Südseite der Kirche befindet sich eine offene Vorhalle, die von dorischen Säulen getragen wird und zum Haupteingang führt. Der romanische Sandsteinbogen über dem Portal zählt zu den ursprünglichen Bauteilen und zeigt skulpturale Details in Form eines Widderkopfes, zweier Löwen und Rosetten mit Stern- und Flechtbandmotiven.

Der Innenraum ist als Saalbau konzipiert, gedeckt mit einer kassettierten Holzdecke im Langhaus, das sich über einen gebrochenen Bogengang mit dem Chor verbindet. Dieser ist um zwei Stufen erhöht und endet in einem Dreiachtelschluss, der von hohen Spitzbogenfenstern erhellt wird. Im Erdgeschoss des Turms ist die Sakristei untergebracht, erreichbar über eine Rundbogentür mit Eisenbeschlag vom Chor aus. An der Nordseite des Langhauses ist eine ehemalige Eingangstür mit original erhaltenem hölzernen Schlosskasten zu sehen.

Die Westempore stammt aus dem frühen 16. Jahrhundert und trägt die Jahreszahl 1507 sowie die Signatur „mang“. An der Brüstung befinden sich acht Bildtafeln mit monochromen Szenen des Kreuzweges. Die erste Station zeigt den Abschied Jesu von seiner Mutter, inspiriert vom apokryphen Evangelium der Maria, wobei Maria mit Maria Magdalena gleichgesetzt wird. Weitere Stationen schildern die Geißelung, die Dornenkrönung, das Ecce homo, den Fall unter dem Kreuz, die Begegnung mit den weinenden Frauen, die Kreuzigung und die Grablegung.

Der Hochaltar ist ein spätbarockes Werk und wird von vier marmorierten Säulen gerahmt. Das zentrale Altarblatt zeigt Maria Magdalena mit ihren Attributen: Salbgefäß, Geißel und Totenkopf. Auf dem Auszug ist das Abtswappen von Magnus Pracht zu sehen, der von 1715 bis 1729 Abt des Benediktinerklosters Steingaden war. Die flankierenden Figuren zeigen den heiligen Nikolaus mit den drei goldenen Kugeln und den heiligen Martin mit der Gans zu Füßen. Der nördliche Seitenaltar aus dem 17. Jahrhundert ist mit der Darstellung der vierzehn Nothelfer sowie den Heiligen Johannes dem Täufer und Wolfgang ausgestattet. Auf der Altarmensa steht eine Kopie des Geißelchristus, des Gnadenbildes des Klosters.

Bewertungen

5,0 (11) 5.0 aus 11 Bewertungen (Google)

Auf Google

5,0 (11) 5.0 · 11 Bewertungen auf Google
Auf Google ansehen

In der Nähe

Wetter & Pollenflug am Standort

Wetter wird geladen…
7-Tages-Vorhersage…