Kirche/Kloster

Evangelische Kirche Hasenfelde

Fürstenwalder Str., 15518 Steinhöfel-Hasenfelde

Highlights

  • Die evangelische Kirche Hasenfelde stammt aus dem 13. Jahrhundert und wurde 1742 sowie 1773 durch Patrone wie Risselmann und von Selchow reformiert.
  • Der Turm mit Fachwerk-Dachaufbau (17.–18. Jh.) und gotischer Türrest an der Nordwand zeugen von der wechselvollen Baugeschichte des Gotteshauses.

Tipps

  • Der historische Kirchenbau aus dem 13. Jahrhundert zeigt an der Nordwand noch Reste eines zugemauerten gotischen Eingangs, der auf die ursprüngliche Bauweise hinweist.
  • Die barocke Umgestaltung von 1742 durch den Geheimen Rat von Risselmann und die Landrätin von Selchow prägt den schlichten, reformierten Innenraum ohne aufwendige Verzierungen.

Eigenschaften

Entspannt Kulturell Ganzjährig

Evangelische Kirche Hasenfelde – Sakrale Kultur in Steinhöfel-Hasenfelde

Die Evangelische Kirche Hasenfelde in Steinhöfel-Hasenfelde ist ein historisches Sakralbauwerk, das tief in der regionalen Kirchengeschichte verwurzelt ist. Das Gebäude entstand im 13. Jahrhundert und spiegelt die wechselvolle Entwicklung des Bistums Lebus wider, dessen Einfluss bis ins heutige Gebiet reicht. Besonders prägend waren die Umgestaltungen im 18. Jahrhundert, als der Geheime Rat von Risselmann und die Landrätin von Selchow die Kirche in reformierter Tradition vereinfachten und ohne aufwendige Verzierungen neu ausstatteten. Heute ist sie ein Zeugnis dieser Epoche und ein wichtiger Bestandteil des kulturellen Erbes der Region.

Ein markantes Merkmal der Kirche ist der zugemauerte gotische Eingang an der Nordwand, der auf die ursprüngliche Bauphase hinweist. Über der Westfront erhebt sich ein quadratischer Dachaufbau aus Fachwerk, der dem Bauwerk seinen charakteristischen Look verleiht. Solche Konstruktionen sind typisch für ländliche Kirchenbauten des 17. und 18. Jahrhunderts in der Umgebung und unterstreichen die handwerkliche Tradition der Region. Die Substanz des Turms und die Fachwerkstrukturen wurden in den letzten Jahrzehnten mehrfach restauriert, um die Bausubstanz zu erhalten – etwa durch die Neudeckung des Daches 1999 und die Sicherungsarbeiten, die von verschiedenen Förderern wie dem Kirchenkreis Oderland-Spree oder der Stiftung Alte Kirchen unterstützt wurden.

Die Kirche steht im Kontext einer reichhaltigen sakralen Architekturlandschaft, die sich über das ehemalige Bistum Lebus erstreckt. Während große Stadtkirchen in Fürstenwalde oder Frankfurt (Oder) oft prächtige Barockbauten sind, besticht die Evangelische Kirche Hasenfelde durch ihre schlichte, aber authentische Bauweise. Sie gehört zu den vielen ländlichen Gotteshäusern, die trotz ihrer bescheidenen Größe kunsthistorisch wertvoll sind – etwa durch erhaltene Altäre, Epitaphien oder architektonische Details. Besonders die Ausstellung *„Kunst- und Architektur im Bistum Lebus“* hebt solche Schätze hervor und lädt Besucher ein, die Spuren einer jahrhundertelangen Kirchengeschichte zu entdecken.

Für Kulturinteressierte und Geschichtsbegeisterte ist die Kirche ein lohnenswertes Ziel, das nicht nur architektonisch beeindruckt, sondern auch Einblicke in die regionale Identität bietet. Die sorgfältige Restaurierung der letzten Jahre sicherte ihre Substanz und machte sie zu einem Ort, an dem Geschichte lebendig wird. Ob als Teil einer Wanderung durch die Umgebung oder als eigenständiges Ausflugsziel – die Evangelische Kirche Hasenfelde verbindet sakrale Tradition mit handwerklichem Erbe und ist ein Stück lebendige Geschichte mitten in Steinhöfel-Hasenfelde.

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