Denkmal/Gedenkstätte

Denkmal Büste. Ottomar Geschke

Ottomar-Geschke-Platz, 15517 Fürstenwalde/Spree

Highlights

  • Die Büste von Ottomar Geschke (1957) ehrt den 1919 gegründeten KPD-Politiker und KZ-Überlebenden, geboren in Fürstenwalde.
  • Geschke war Reichstagsabgeordneter und Widerstandskämpfer gegen den Nationalsozialismus, hier symbolisiert durch das Denkmal auf dem gleichnamigen Platz.
  • Der Platz spiegelt seit dem 19. Jh. gesellschaftliche Umbrüche wider: von Kriegerdenkmal (1885) bis antifaschistischem Mahnmal (1980er)

Tipps

  • Die Büste von Ottomar Geschke befindet sich auf dem gleichnamigen Platz und dokumentiert die politische Geschichte der Stadt durch ihre wechselnden Namensgebungen und Denkmale.
  • Die umgebenden historischen Bauten wie das Rathaus oder der Dom ergänzen den Besuch mit architektonischen Zeugnissen der Stadtentwicklung seit dem Mittelalter.

Eigenschaften

Bildung Kulturell Ganzjährig

Denkmal Büste Ottomar Geschke Fürstenwalde/Spree

Das Denkmal der Büste Ottomar Geschke auf dem gleichnamigen Platz in Fürstenwalde/Spree ist ein bedeutendes Mahnmal und zugleich Symbol für den gesellschaftlichen Wandel der Stadt. Der Platz selbst trägt seit 1957 den Namen des hier geborenen Politikers, der als Mitglied der KPD und Reichstagsabgeordneter eine prägende Rolle in der Arbeiterbewegung spielte. Geschke war während der NS-Zeit in Konzentrationslagern interniert und verkörpert damit den Widerstand gegen den Faschismus – eine Thematik, die sich auch im heutigen Denkmal widerspiegelt.

Der Ottomar-Geschke-Platz entwickelte sich über die Jahrhunderte zu einem Ort der Erinnerung, der sich mehrfach den politischen Strömungen seiner Zeit anpasste. Ursprünglich als Denkmalplatz bekannt, war er im 19. Jahrhundert Schauplatz eines Kriegerdenkmals, das die Kriege des Deutschen Kaiserreichs ehrte. Die Umgestaltung in den 1980er Jahren unterstrich diesen Wandel: Statt des früheren Mahnmals für die Gefallenen des Ersten Weltkriegs entstand eine Tribüne und ein Denkmal für die Opfer des Nationalsozialismus – ein Zeichen der neuen politischen Ausrichtung.

Die Büste selbst ist Teil einer Gedenkstätte, die eng mit der lokalen Geschichte verbunden ist. Der Platz liegt inmitten des historischen Zentrums von Fürstenwalde, umgeben von mittelalterlichen Bauten wie dem Marien Dom und dem Alten Rathaus. Die Nähe zu diesen historischen Stätten unterstreicht die Bedeutung des Ortes als Ort der Erinnerung an Widerstand und Freiheit. Besonders prägend ist auch das benachbarte Grabfeld, in dem eine Gedenkmauer mit dem Schriftzug „СΛΑΒΑ ΓΕΡΟЯΜ“ (Ruhm den Helden) die Gefallenen des Zweiten Weltkriegs ehrt – ein Mahnmal, das bis heute die Erinnerung an die Opfer des Krieges wachhält.

Der Ottomar-Geschke-Platz ist damit nicht nur ein Denkmal für einen bedeutenden Politiker, sondern auch ein Ort der Reflexion über Fürstenwaldes bewegte Geschichte. Er zeigt, wie sich ein öffentlicher Raum den politischen und gesellschaftlichen Umbrüchen anpasst – von der Kaiserzeit über die Weimarer Republik bis hin zur DDR-Zeit. Für Besucher bietet der Platz somit nicht nur eine historische Stätte, sondern auch eine Einladung, die Spuren der Vergangenheit in der Gegenwart zu erkennen.

Wer sich für die Geschichte der Stadt interessiert, findet hier eine Verbindung aus politischer Erinnerungskultur und städtischem Erbe. Die Nähe zu anderen historischen POIs wie dem Stadtpark oder dem Marien Dom macht den Ort zu einem zentralen Punkt für kulturelle Entdeckungsreisen. Das Denkmal Ottomar Geschkes steht damit nicht isoliert, sondern als Teil eines lebendigen Geschichtsbildes, das Fürstenwalde/Spree bis heute prägt.

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