Denkmal/Gedenkstätte

Leuchtboje

Hegelstraße 11, 15517 Fürstenwalde/Spree

Highlights

  • 1910 gebaute Leuchtturm-Leuchtboje aus Fürstenwalde steht als Industriedenkmal auf dem Museumshof.
  • 1953 fertigte der VEB Gaselan in Fürstenwalde eine Leuchtboje für den Katastrophenschutz.
  • Historische Leuchtbojen aus 1910 und 1953 dokumentieren die lokale Schifffahrts- und Industriegeschichte.

Eigenschaften

Bildung Kulturell Ganzjährig

Kulturdenkmal Leuchtboje Fürstenwalde/Spree

Die Leuchtboje in Fürstenwalde/Spree ist ein bedeutendes Industriedenkmal, das die technische und maritime Geschichte der Region eindrucksvoll dokumentiert. Ursprünglich im Jahr 1910 von der renommierten Firma Julius Pintsch gefertigt, wurde sie später im Jahr 1953 in der lokalen Firma VEB Gaselan neu produziert. Beide Exemplare – der historische Leuchtturm und die moderne Nachbildung – stehen heute als Zeugen der Fürstenwalder Ingenieurskunst auf dem Gelände des örtlichen Museums.

Besonders bemerkenswert ist die Rettung und Wiederherstellung dieser technischen Raritäten durch ein engagiertes Team um Klaus Rattemeyer, Hans Panten, Lothar Hohenstein und Siegfried Rolle. Ihre jahrzehntelange Arbeit ermöglichte es, die Leuchtbojen vor dem Verschrotten zu bewahren und sie als Teil des kulturellen Erbes der Stadt zu präsentieren. Ohne die Unterstützung des Wasser- und Schifffahrtsamtes Stralsund, das die Objekte zur Verfügung stellte, wäre dieses Projekt nicht realisierbar gewesen.

Die Leuchtboje verkörpert nicht nur handwerkliche Präzision, sondern auch die Verbindung von Fürstenwalde zur Schifffahrt und Katastrophenschutz. Solche Leuchtfeuer waren einst unverzichtbar für die sichere Navigation auf Gewässern und dienten als Warnsystem bei Unwettern oder Havarien. Heute dient sie als lebendiges Dokument der regionalen Industriegeschichte und erinnert an die Bedeutung lokaler Unternehmen in der Entwicklung moderner Technik.

Als Teil des kulturellen Erbes der Stadt bietet die Leuchtboje Besuchern die Möglichkeit, einen Blick in die Vergangenheit zu werfen – fernab von modernen Technologien, aber mit gleicher Faszination für handwerkliche Meisterleistung. Sie steht symbolisch für den Zusammenhalt von Handwerk, Innovation und Gemeinschaft, der die Region geprägt hat. Besonders für Geschichtsinteressierte und Technikbegeisterte ist sie ein faszinierender Ort, um die Wurzeln der Fürstenwalder Industrie zu erkunden.

Die Leuchtboje ist damit nicht nur ein historisches Denkmal, sondern auch ein Stück lebendige Erinnerungskultur. Sie zeigt, wie lokale Initiativen und behördliche Unterstützung gemeinsam dazu beitragen können, technisches Erbe zu bewahren und für zukünftige Generationen zugänglich zu machen. Ein Besuch lohnt sich für alle, die sich für die Verbindung von Handwerk, Geschichte und regionaler Identität begeistern.

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