Denkmal/Gedenkstätte

Seeve Sperrwerk

An d. Seeve 4, 21217 Seevetal

Highlights

  • Das Seevesperrwerk schützt die Seeveniederung seit 1966 vor Überflutungen.
  • Es verfügt über Schlagtore und sturmflutsichere Hubtore und wird automatisch gesteuert.
  • Der NLWKN betreibt die Anlage an der Mündung der Seeve in die Elbe.

Tipps

  • Das Seevesperrwerk kann bei Hochwasser automatisch schließen, um die Seeveniederung zu schützen.
  • Die Anlage verfügt über Schlagtore und sturmflutsichere Hubtore für den Küstenschutz.
  • Der Betrieb erfolgt durch den NLWKN, die Anlage ist 43,60 Meter breit und 19,90 Meter tief.

Eigenschaften

Bildung Kulturell Ganzjährig

Über Seeve Sperrwerk

Das Seeve Sperrwerk befindet sich im niedersächsischen Seevetal im Landkreis Harburg und stellt ein wichtiges Bauwerk im Hochwasserschutzsystem der Unterelbe dar. Es wurde im Zuge der nach der verheerenden Sturmflut von 1962 entwickelten Schutzmaßnahmen errichtet und ist Teil eines umfassenden Konzeptes, das die angrenzenden Regionen vor Überflutungen schützen soll. Die Anlage liegt direkt an der Mündung der Seeve in die Elbe und übernimmt sowohl Funktionen eines Siels als auch eines Sperrwerks.

Das Bauwerk verfügt über Schlagtore und sturmflutsichere Hubtore, weshalb es offiziell als „Sperrwerk und Siel“ bezeichnet wird. Mit einer Breite von 43,60 Metern und einer Tiefe von 19,90 Metern ist es ein markantes technisches Bauwerk. Es wird automatisch betrieben: Schließt sich, sobald der Wasserstand der Elbe höher ist als der der Seeve, und öffnet sich wieder, wenn das Verhältnis umgekehrt ist. Die Automatisierung wurde im Jahr 2004 umgesetzt, was den Betrieb effizienter und zuverlässiger macht.

Betrieben wird das Seevesperrwerk von der Betriebsstelle Lüneburg des Niedersächsischen Landesbetriebs für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz. Es dient nicht nur dem Hochwasserschutz, sondern ist auch ein Zeugnis der technischen und ingenieurstechnischen Entwicklung des 20. Jahrhunderts in der Region. Die Baukosten beliefen sich auf rund 0,8 Millionen Euro, die damals in ein zentrales Infrastrukturprojekt investiert wurden, um die umliegenden Siedlungs- und Agrarflächen langfristig zu sichern.

Das Sperrwerk ist ein Beispiel für den wasserwirtschaftlichen Fortschritt in Niedersachsen und verdeutlicht die Bedeutung von Schutzanlagen entlang der Elbe. Es trägt maßgeblich dazu bei, die Auswirkungen von Sturmfluten und Hochwasserereignissen zu minimieren, die in der gezeitenbeeinflussten Unterelbe immer wieder auftreten können. Die Anlage ist somit sowohl für die lokale Bevölkerung als auch für die Wasserwirtschaft von großer Bedeutung.

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