Denkmal/Gedenkstätte

Hügelgrab auf dem "Schlichten Brink"

CCVM+R8, 32351 Stemwede

Highlights

  • Das Hügelgrab auf dem Schlichten Brink in Stemwede stammt aus der Bronzezeit (um 1600 v. Chr.).
  • Ein archäologisches Projekt des LWL und der Stemweder Heimatpflege sicherte die Grabstätte gemeinsam mit der Gemeinde.
  • Das Grab bezeugt frühe Bestattungskultur der Region aus der Bronzezeit.

Tipps

  • Ein Informationsschild am Eingang vermittelt grundlegende Daten zur Entstehungszeit, Funktion und Bedeutung des Grabhügels für die regionale Vorgeschichte.
  • Die Anlage liegt in einem naturnahen Umfeld, das durch den angrenzenden Naturpark Dümmer geschützt wird und Wanderwege für eine kombinierte Besichtigung ermöglicht.

Eigenschaften

Bildung Kulturell Ganzjährig

Hügelgrab Schlichten Brink Stemwede Kulturdenkmal

Am „Schlichten Brink“ in Stemwede erhebt sich ein faszinierendes Zeugnis der frühen Bronzezeit: ein prähistorisches Hügelgrab, das um 1600 vor Christus angelegt wurde. Dieses archäologische Denkmal gehört zu den seltenen, noch gut erhaltenen Grabhügeln der Region und bietet Einblicke in die Bestattungskultur der damaligen Zeit. Die Anlage entstand in einer Epoche, in der die Menschen der Region bereits erste metallverarbeitende Techniken nutzten und sich in komplexeren Gesellschaftsstrukturen organisierten.

Das Hügelgrab ist Teil eines größeren Projekts, das in enger Zusammenarbeit zwischen der Gemeindeverwaltung Stemwede, dem Landesamt für Denkmalpflege Westfalen-Lippe (LWL), dem Naturpark Dümmer sowie der Stemweder Heimatpflege realisiert wurde. Ziel war es, das Denkmal zu erhalten, seine Bedeutung für die regionale Geschichte aufzuzeigen und es als kulturelles Erbe zugänglich zu machen. Die Anlage steht symbolisch für die Verbindung zwischen Natur und menschlicher Geschichte in dieser Landschaft.

Die archäologische Bedeutung des Grabhügels liegt in seiner typischen Form: Als Ganggräber-Hügel war es ursprünglich mit einem steinernen Gang verschlossen, der zum Bestattungsraum führte. Solche Anlagen waren in der Bronzezeit weit verbreitet und dienten als letzte Ruhestätte für bedeutende Persönlichkeiten oder als kollektive Grabstätte. Obwohl der Hügel heute von der natürlichen Vegetation umwachsen ist, bleibt seine Struktur als markanter Erhebung im Gelände erkennbar.

Das Hügelgrab auf dem „Schlichten Brink“ ist nicht nur ein historisches Denkmal, sondern auch ein Ort der Besinnung und des Lernens. Es lädt Besucher ein, die Spuren vergangener Kulturen zu entdecken und die Verbindung zwischen der heutigen Landschaft und den Menschen der Bronzezeit zu spüren. Besonders für Geschichtsinteressierte und Naturliebhaber bietet die Anlage einen einzigartigen Ausblick auf die Entwicklung der Region über Jahrtausende hinweg.

Wer sich für die archäologische Forschung in der Region interessiert, findet hier ein Beispiel für die erfolgreiche Zusammenarbeit zwischen Wissenschaft, Denkmalschutz und lokaler Gemeinschaft. Das Hügelgrab unterstreicht die Bedeutung des Erbes der Vorzeit und zeigt, wie solche Stätten bis heute als lebendige Zeugen der Vergangenheit wirken – fernab von Touristenmassen, aber mit großer historischer Tiefe.

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