St. Katharina von Alexandrien
Highlights
- Sie wurde 1447 geweiht und beherbergte ab 1725 die Schönebeck’sche Bibliothek im Gewölbe über der Sakristei.
- Im Norden der Stadt steht eine Statue der Katharina von Alexandrien an der ehemaligen St.-Katharinen-Kirche, erbaut 1863–1865.
Tipps
- Besucher sollten sich vor größeren Veranstaltungen über die aktuelle Nutzung des Raumes informieren, da die Kirche auch für Trauungen und Konzerte genutzt wird.
- Bei Besuchen in der kalten Jahreszeit kann die kostenlose Garderobe im Eingangsbereich genutzt werden.
- Die historische Atmosphäre und die gute Akustik machen die Kirche zu einem lohnenswerten Besuchsort, insbesondere bei kulturellen Veranstaltungen.
Eigenschaften
Über St. Katharina von Alexandrien
Die evangelische Kirche St. Katharina von Alexandrien in Stendal ist eine bedeutende Sakralstätte inmitten der historischen Altstadt. Ursprünglich als Marienkirche errichtet, zählt das Gebäude zu den herausragenden Beispielen der Backsteingotik in der Region. Die Kirche befindet sich unmittelbar östlich des Rathauses und ist über ihre markante Doppelturmfassade sowie den prägnanten Hallenumgangschor architektonisch gut erkennbar. Die Türme ragen mit einer Höhe von 82 Metern zu den höchsten der Altmark und sind über eine Dachbrücke miteinander verbunden.
Die Geschichte des Kirchengebäudes reicht weit zurück. Bereits im 12. Jahrhundert stand an dieser Stelle eine romanische Basilika, von der heute noch Teile der Ausstattung erhalten sind. Im Verlauf des Spätmittelalters erfolgte der Umbau zur gotischen Hallenkirche, deren Bau bis ins 15. Jahrhundert andauerte. Die Weihe fand Mitte des 15. Jahrhunderts statt. Im Zuge der Reformation wurde hier 1538 die erste evangelische Predigt in der Mark Brandenburg gehalten. Die Kirche diente fortan als Hauptpfarrkirche der hanseatischen Kaufmannschaft und erhielt im Laufe der Jahrhunderte weitere bauliche Ergänzungen sowie kunstvolle Ausstattungsgegenstände.
Die Innenausstattung zeichnet sich durch wertvolle historische Objekte aus. Der Hochaltar aus dem 15. Jahrhundert ist ein Flügelaltar mit Schnitzreliefs, die Szenen aus dem Leben der Maria und der Kindheit Jesu zeigen. Im Gesprenge des Altars ist die heilige Katharina von Alexandrien dargestellt, nach der die Kirche heute benannt ist. Weitere Sehenswürdigkeiten sind die Kanzel, der Taufkessel, eine historische astronomische Uhr sowie mehrere Glocken. Die Kirche beherbergt zudem die Schönebeck’sche Bibliothek, die im Gewölbe über der Sakristei untergebracht ist und zur Schönebeck’schen Stiftung gehört. Die Chorschranke mit Apostelfiguren aus dem 13. Jahrhundert und ein Triumphkreuz aus dem 14. Jahrhundert sind Überreste des romanischen Vorgängerbauwerks.
Heute dient die Kirche nicht nur als Gotteshaus, sondern auch als Veranstaltungsort mit kulturellem Angebot. Die gute Akustik macht sie zu einem geschätzten Rahmen für Konzerte. Daneben wird der Raum auch für standesamtliche Trauungen genutzt, was aufgrund der Atmosphäre und Architektur eine beliebte Wahl darstellt. Die Außenanlage der Kirche beherbergt zudem eine steinerne Statue der heiligen Katharina, die in den Jahren 1863 bis 1865 im ehemaligen St.-Katharinen-Kloster aufgestellt wurde.