Archäologische Stätte

Hünengräber

47.869913, Andreas-Sohn-Straße 15-9/9.00924, 78333 Stockach

Highlights

  • Hünengräber in Stockach sind Teil der Heidenhöhlen, die in weiche Molasse eingegraben wurden.
  • Die Höhlen entstanden durch Schmelzwasser der Eiszeit und bieten geologische Einblicke.
  • Aufgrund von Steinschlaggefahr ist der Besuch der Höhlen heute nur noch eingeschränkt möglich.

Tipps

  • Beim Parkplatz in der Berlinger Siedlung beginnt der Rundweg zu den Heidenhöhlen. Achtung: Er ist nicht ausgeschildert, liegt am Waldrand hinter den Maisfeldern.
  • Auf dem Weg zu den Höhlen folgen Sie dem rechten Pfad, wenn sich die Wege trennen. Der linke Aufstieg ist steiler und kann nach Regen rutschig sein.
  • Gutes Schuhwerk und eine Taschenlampe sind für den Höhlenbesuch empfehlenswert. Der Weg ist nicht für Kinderwagen oder Räder geeignet.

Eigenschaften

Kinderwagengeeignet Parkplatz vorhanden Familie Kulturell Ganzjährig

Über Hünengräber

Die Hünengräber bei Stockach sind ein faszinierendes archäologisches Ausflugsziel im Landkreis Konstanz, Baden-Württemberg. Sie zählen zu den sogenannten Heidenhöhlen, die in das weiche Molassegestein eingelassen wurden und heute einen spannenden Einblick in die Vorgeschichte der Region bieten. Diese Höhlenanlage liegt im Ortsteil Zizenhausen und ist besonders bei Natur- und Kulturinteressierten beliebt. Die Entstehung der Hünengräber ist eng mit der geologischen Geschichte der Umgebung verbunden, die durch die Auffaltung der Alpen und die Ablagerungen des sogenannten Molassemeeres geprägt ist.

Die Heidenhöhlen sind nicht natürliche Höhlen, sondern wurden wahrscheinlich vom Menschen geschaffen. Obwohl ihre genaue Funktion bis heute nicht abschließend geklärt ist, wird vermutet, dass sie einst als Töpferei, Vorratsräume oder als Küchen genutzt wurden. Die Höhlen sind in Sandstein geschlagen und zeigen deutlich die verschiedenen Gesteinsschichten, die Rückschlüsse auf das Klima vergangener Epochen zulassen. Besonders auffällig sind die horizontalen Schichtungen sowie einzelne Einschlüsse wie Haifischzähne, Muscheln und Schneckenhäuser, die auf die marine Herkunft des Gesteins hinweisen. Die jüngsten Eiszeiten trugen durch Schmelzwasserströme zur Freilegung dieser Schichten bei und formten die heutige Landschaft.

Die Wanderung zu den Hünengräbern ist ein beliebter Ausflug für Jung und Alt. Der Weg beginnt am Parkplatz in der Berlinger Siedlung und führt über einen rund 8,3 Kilometer langen Rundweg durch den Wald direkt zur Steilkante, in der die Höhlen angelegt sind. Aufgrund der geologischen Beschaffenheit des Molassegesteins besteht an einigen Stellen ein erhöhtes Steinschlagrisiko, weshalb der Weg zeitweise gesperrt oder umgeleitet wird. Besucher sollten daher gute Wanderschuhe und eine Taschenlampe mitbringen, um die Höhlen sicher zu erkunden. Der Pfad ist nicht für Kinderwagen oder Fahrräder geeignet.

Die Heidenhöhlen bei Stockach sind nicht nur ein archäologisch bedeutsamer Ort, sondern auch ein attraktiver Bestandteil der regionalen Kulturlandschaft. Sie laden dazu ein, die Erdgeschichte hautnah zu erleben und sich von den Legenden und Spuren vergangener Zeiten faszinieren zu lassen. Die nahegelegene evangelische Kirche und die malerische Landschaft um Zizenhausen ergänzen das Ausflugserlebnis und machen die Region zu einem lohnenswerten Ziel im Bodensee-Umland.

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