Kirche/Kloster

St. Gordian und Epimachus

Hauptstraße 10, 87677 Stöttwang

Highlights

  • Die katholische Pfarrkirche St. Gordian und Epimachus in Stöttwang wurde 1744/45 im Rokoko-Stil erbaut.
  • Sie gilt wegen ihrer reichhaltigen Ausstattung als „kleine Wies“ und ist den Märtyrern Gordianus und Epimachus geweiht.
  • Der Innenraum zeigt Stuckarbeiten von Franz Xaver Feuchtmayer dem Älteren und Fresken von Franz Georg Hermann und Sohn.

Tipps

  • Die Kirche St. Gordian und Epimachus in Stöttwang ist eine barocke Rokoko-Anlage aus dem 18. Jahrhundert mit bemerkenswerter Ausstattung und Deckenfresken.
  • Besonders auffällig ist das grüne Turmdach sowie das helle, fensterreiche Innere mit einer kunstvoll gestalteten Rokoko-Kanzel.
  • Die Gemeinde bietet regelmäßig Gottesdienste und kulturelle Veranstaltungen an, die über die Website der Pfarreiengemeinschaft Mauerstetten-Stöttwang abrufbar sind.

Eigenschaften

Entspannt Kulturell Ganzjährig

Ausflug Kultur Sakral St. Gordian und Epimachus Stöttwang

Die katholische Pfarrkirche St. Gordian und Epimachus in Stöttwang zählt zu den bemerkenswertesten sakralen Bauwerken des Landkreises Unterallgäu. Im Jahr 1744/45 erbaut, steht sie stilistisch im Zentrum des Rokoko und wird aufgrund ihrer opulenten Ausstattung häufig als „kleine Wies“ bezeichnet – eine Anspielung auf die berühmte Wieskirche in Steingaden. Die Kirche ist den Märtyrern Gordianus und Epimachus geweiht, deren Reliquien in Kempten verehrt werden. Die heutige Kirche entstand unter Pfarrer Johann Martin Klein und wurde kurz nach ihrer Fertigstellung geweiht.

Das Äußere der Kirche besticht durch ihre farbige Fassadengliederung: Gemalte Pilaster und rotviolette Fensterumrahmungen mit Scheingesimsen verleihen dem Bau ein lebhaftes Erscheinungsbild. Besonders auffällig ist der Glockenturm im Nordosten des Langhauses, dessen quadratische Form und grün glasiertes Pyramidendach eine markante Silhouette schaffen. Die unteren Geschosse des Turms stammen aus dem Mittelalter, während das obere Stockwerk nach einem Blitzschlag im Jahr 1768 in seiner heutigen Form errichtet wurde. Rundbogenfenster und Blendfelder mit Friesen gliedern den Turm harmonisch.

Der Innenraum der Kirche folgt einem lateinischen Kreuzgrundriss und wird durch großzügige Fensterflächen hell durchflutet. Fünf Achsen, kaum aus der Wand hervortretende Pilaster mit aufwändigen Stuckkapitellen sowie profiliertes Gebälk prägen den Saalbau. Im Osten des Langhauses befinden sich zwei Kapellen mit ovalen Pendentifkuppeln, während der Chor mit seinem halbrunden Abschluss sowohl innen als auch außen dreiseitig geschlossen ist. Die Deckenfresken sind ein weiteres Highlight: Geschaffen 1745 von Franz Georg Hermann und seinem Sohn Franz Ludwig, zeigen sie Szenen aus dem Leben der Schutzpatrone, darunter die Enthauptung und Verklärung des heiligen Gordianus sowie die Verklärung des heiligen Epimachus im westlichen Langhaus.

Der Stuckdekor stammt von Franz Xaver Feuchtmayer dem Älteren und unterstreicht die Rokoko-Eleganz des Innenraums. Über der Orgelempore thront König David mit der Harfe, während die heilige Cäcilia an der Orgel dargestellt ist. Kleinere Medaillons in Grisaille-Technik zeigen Apostel und Kirchenväter. Ein besonderes Detail ist das vom Künstler vorgeführte Chronogramm „Mater, Deo ConseCrata eXaLtatVr“, das die Baujahreszahl in Großbuchstaben kodiert. Auch die prächtige Rokoko-Kanzel aus Stuckmarmor trägt maßgeblich zur einheitlichen und hochwertigen Ausstattung bei.

Heute steht die Kirche St. Gordian und Epimachus nicht nur als Ort der Andacht, sondern auch als kulturelles Kleinod im bayerischen Allgäu. Sie beherbergt regelmäßig Gottesdienste, Andachten und kirchliche Veranstaltungen innerhalb der Pfarreiengemeinschaft Mauerstetten-Stöttwang und lädt Besucher mit ihrem strahlenden Interieur und ihrer historischen Bedeutung zum Verweilen ein.

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Häufige Fragen zu St. Gordian und Epimachus

Wem ist die Pfarrkirche St. Gordian und Epimachus in Stöttwang geweiht?
Die Kirche ist den Märtyrern Gordianus und Epimachus geweiht. Stand Juni 2026.

Quelle: wikipedia

Wann wurde die heutige Kirche St. Gordian und Epimachus erbaut?
Die heutige Kirche wurde 1744/45 erbaut und 1746 geweiht. Stand Juni 2026.

Quelle: wikipedia

Warum wird die Kirche St. Gordian und Epimachus auch „kleine Wies“ genannt?
Aufgrund ihrer reichhaltigen Ausstattung im Rokoko-Stil wird sie auch als „kleine Wies“ bezeichnet. Stand Juni 2026.

Quelle: wikipedia

Welche besondere architektonische Eigenheit hat der Glockenturm?
Der Glockenturm hat ein Pyramidendach aus grün glasierten Ziegeln und wurde 1768 nach einem Blitzschlag erneuert. Stand Juni 2026.

Quelle: wikipedia

Gibt es in Stöttwang regelmäßige Gottesdienste oder besondere Veranstaltungen?
Ja, es gibt unter anderem monatliche eucharistische Anbetung, Friedensandachten und verschiedene Gemeindeveranstaltungen. Stand Juni 2026.

Quelle: website