Stadtpark

Brunnenaue

Knieperdamm 50-51, 18435 Stralsund

Highlights

  • Die Brunnenaue ist eine historische Parkanlage in Stralsund, die ursprünglich um eine Heilquelle entstand.
  • Der Park wurde im 19. Jahrhundert im Biedermeierstil angelegt und später landschaftlich umgestaltet.
  • Heute bietet die Brunnenaue Erholungsflächen, Spielplätze und einen zentralen Sitzbereich mit Springbrunnen.

Tipps

  • Spaziergänge im Park bieten sich besonders an, um den Alltagsstress zu vergessen und die historische Atmosphäre zu genießen.
  • Im Winter ist das Gelände bei Schnee gut zum Rodeln geeignet, ergänzt durch nahegelegene Sportflächen für weitere Aktivitäten.
  • Der Springbrunnen im Zentrum lädt im Sommer zum Verweilen ein, umgeben von Bäumen und Sitzgelegenheiten.

Eigenschaften

Outdoor Familie Entspannt Ganzjährig

Über Brunnenaue

Die Brunnenaue ist eine historisch gewachsene Parkanlage in der Hansestadt Stralsund im Bundesland Mecklenburg-Vorpommern. Gelegen im Stadtteil Kniepervorstadt, wird der Park im Westen vom Knieperdamm und im Osten von der Sarnowstraße begrenzt. Im Südosten grenzt die Grünanlage an den Sportplatz Brunnenaue, während im Norden Wohngebäude den Abschluss bilden. Als öffentlicher Park lädt die Brunnenaue sowohl Einheimische als auch Besucher zu Spaziergängen, Erholung und sportlichen Aktivitäten ein.

Die Geschichte der Brunnenaue reicht bis ins Jahr 1630 zurück, als erstmals von einer Heilquelle in diesem Gebiet die Rede war. Zu dieser Zeit lag die Quelle noch in einem sumpfigen Gebiet vor den Toren der Festungsstadt. Im 18. Jahrhundert entwickelte sich um die Quelle ein Kurbetrieb, der jedoch aufgrund von Zweifeln an der Heilwirkung des Wassers und wechselndem Bestand nicht von Dauer war. Im Zuge der Aufhebung des Festungsstatus Stralsunds im Jahr 1809 wurde das Gelände städtisches Eigentum. Ab 1848 wurde der Park unter der Leitung des Stralsunder Kaufmanns Ernst Billich im Stil des Biedermeier angelegt. Neben Wegen, Sitzgelegenheiten und einem Teich entstanden Blumengärten sowie seltene Baumarten und Gehölze. Im 20. Jahrhundert wurde der Park landschaftlich umgestaltet, wobei Spielplätze, Wiesen und Wege hinzugefügt wurden.

Ein zentrales Element der Brunnenaue ist ihre Springbrunnenanlage. Ursprünglich umgaben drei kleine runde Springbrunnen einen Sitzbereich, die in den 1970er Jahren durch eine größere polygonale Anlage ersetzt wurden. Diese wurde nach mehreren Jahren Stillstand aufgrund technischer Schäden und Vandalismus in den Jahren 2023 und 2024 wieder in Betrieb genommen. Im Park sind zudem verschiedene Plastiken zeitgenössischer Künstler aufgestellt. Besonders markant war bis 1993 eine Bronzeplastik namens „Mädchen mit Gerte“ von Waldemar Grzimek, die unter einer Trauerbuche aufgestellt war, bevor sie entwendet wurde.

Die Brunnenaue beherbergt heute zahlreiche alte Bäume, darunter Blutbuchen, Trauerweiden, Säuleneichen und Ginkgos. Vier dieser Bäume sind sogar in die Liste der Naturdenkmale der Stadt Stralsund eingetragen. Die Kombination aus historischen Spuren, gepflegten Grünflächen und modernen Erholungsmöglichkeiten macht die Brunnenaue zu einem vielseitigen Naherholungsgebiet. Besucher schätzen den Park gleichermaßen für ruhige Momente, Spaziergänge oder sportliche Aktivitäten. Im Winter dient das Gelände bei Schnee auch als Rodelhügel, und der Springbrunnen lädt im Sommer zum Verweilen ein.

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