Sowjetisches Ehrenmal
Highlights
- Das Sowjetische Ehrenmal in Stralsund befindet sich am Neuen Markt direkt vor der St.-Marien-Kirche.
- Es wurde 1945 als Heldenfriedhof für sowjetische Soldaten eingerichtet und birgt 76 Grabstellen.
- Das Denkmal zeigt ein Relief von Johannes Friedrich Rogge mit einem Händedruck zwischen Rotarmist und Zivilisten.
Tipps
- Das Sowjetische Ehrenmal liegt am Neuen Markt direkt vor der St.-Marien-Kirche und ist gut erhalten.
- Die Gedenkstätte erinnert mit Relief und Gräbern an sowjetische Soldaten, die im Zweiten Weltkrieg fielen.
- Ursprünglich befand sich ein Portal mit russischen Inschriften, das später entfernt wurde.
Eigenschaften
Sowjetisches Ehrenmal Stralsund: Kulturdenkmal und Ausflugstipp
Das Sowjetische Ehrenmal in Stralsund ist eine bedeutende Mahn- und Gedenkstätte, die an die sowjetischen Soldaten erinnert, die während des Zweiten Weltkriegs ihr Leben verloren haben. Es befindet sich am Neuen Markt im Herzen der Stralsunder Altstadt, direkt vor dem nördlichen Querschiff der St.-Marien-Kirche. Diese zentrale Lage unterstreicht die historische Bedeutung des Ortes, der sowohl stadtbildprägend als auch kulturhistorisch von großem Wert ist. Das Gelände, auf dem das Denkmal steht, war einst durch kleinere Gebäude geprägt, die Mitte des 19. Jahrhunderts abgerissen wurden, um Platz für eine Grünanlage zu schaffen. Nach 1945 wurde dieser Bereich als Heldenfriedhof für Angehörige der Roten Armee ausgewählt.
Die Errichtung des Ehrenmals erfolgte im Zuge der sowjetischen Präsenz in der damaligen Sowjetischen Besatzungszone. Die Stadt Stralsund verkündete bereits kurz nach Kriegsende die Anlage eines Friedhofs für sowjetische Kriegstote. Insgesamt wurden hier 76 sowjetische Soldaten und Zivilisten beigesetzt, darunter auch Umbettungen aus anderen Orten. Das ursprüngliche Erscheinungsbild des Denkmals umfasste ein Portal mit russischen Inschriften, das jedoch in den 1960er Jahren im Zuge einer Umgestaltung entfernt wurde. Stattdessen errichtete man einen Obelisken aus rotem Granit mit einem bronzenen Relief von Johannes Friedrich Rogge, das den symbolischen Händedruck zwischen einem Rotarmisten und einem Zivilisten zeigt. An der Spitze des Obelisken ist das ehemalige Staatswappen der Sowjetunion angebracht.
Das Denkmal ist heute Teil des UNESCO-Weltkulturerbes „Historische Altstädte Stralsund und Wismar“ und in die Liste der Baudenkmale der Hansestadt Stralsund eingetragen. Es wird von Zeit zu Zeit kritisch diskutiert, insbesondere im Hinblick auf seine Inszenierung und Pflege. Einige Besucher attestieren dem Ort eine gewisse Vernachlässigung, während andere die würdevolle Gestaltung und Erinnerungsfunktion hervorheben. Die Granitplatten des Geländes wurden in den 1970er Jahren erneuert, um den Auswirkungen der Witterung entgegenzuwirken. Dennoch bleibt die ursprüngliche Inschrift auf einer der Platten heute nicht mehr lesbar.
Die Debatte um eine mögliche Umgestaltung oder Verlegung des Denkmals hält an. Diese Diskussion ist eingebettet in ein breiteres gesellschaftliches und historisches Bewusstsein über die Rolle sowjetischer Gedenkstätten in Deutschland. Das Sowjetische Ehrenmal in Stralsund bleibt ein stilles Zeugnis der Kriegsgeschichte und ein Ort des Gedenkens, der sowohl Erinnerung als auch Reflexion ermöglicht. Seine zentrale Lage inmitten der historischen Altstadt macht es zu einem unverzichtbaren Bestandteil des kulturellen Erbes der Stadt.
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Häufige Fragen zu Sowjetisches Ehrenmal
Wo befindet sich das Sowjetische Ehrenmal in Stralsund?
Quelle: wikipedia
Was zeigt das Relief auf dem Sowjetischen Ehrenmal?
Quelle: wikipedia
Wann wurde das Sowjetische Ehrenmal in Stralsund errichtet?
Quelle: wikipedia
Wie viele sowjetische Soldaten sind im Ehrenmal von Stralsund begraben?
Quelle: wikipedia
Welche Veränderungen erfuhr das Ehrenmal in den 1960er Jahren?
Quelle: wikipedia