Kirche/Kloster

Hohe-Kreuz-Kapelle

Kellerbergstraße 44, 94377 Steinach

Highlights

  • Die Hohe-Kreuz-Kapelle in Steinach entstand 1675 dank eines Erbes des Salz- und Hopfenhändlers Christoph Wagner von Gschwendt.
  • Der romanische Turmteil der Kapelle diente vermutlich als Wehrbau, während Chor und Langhaus spätgotisch gestaltet sind.
  • Fresken aus dem Jahr 1502 wurden bei Sanierungen freigelegt und zeigen frühe künstlerische Spuren der Nebenkirche.

Tipps

  • Die Hohe-Kreuz-Kapelle zeigt im Inneren romanische Fundamente, die auf eine mögliche Nutzung als Wehrturm hinweisen.
  • Der neuromanische Hochaltar wird von einer barocken Madonna dominiert, die ursprünglich aus der Benefiziumskapelle St. Christophorus stammt.
  • Fresken aus dem Jahr 1502 wurden in der Kapelle wiederentdeckt und bieten Einblicke in die künstlerische Gestaltung der Renaissancezeit.

Eigenschaften

Entspannt Kulturell Ganzjährig

Hohe-Kreuz-Kapelle Steinach – Sakrale Kultur

Die Hohe-Kreuz-Kapelle in Steinach ist ein historisch bedeutsames Sakralbauwerk, das sich als faszinierende Verbindung von romanischen, spätgotischen und barocken Elementen präsentiert. Ihr Ursprung liegt im Dunkeln, doch archäologische Hinweise deuten auf eine frühe Nutzung als Wehrturm hin. Der massive untere Teil des Kirchturms stammt vermutlich aus der Romanik, während Chor und Langhaus spätgotische Merkmale aufweisen. Besonders bemerkenswert ist der Dachstuhl, dessen Holzkonstruktion dendrochronologisch auf das Jahr 1702 datiert wird.

Die Kapelle steht in enger Verbindung mit der umliegenden Geschichte. Ihr heutiges Erscheinungsbild entstand nach einer umfassenden Umgestaltung im Jahr 2019, die ihr ein modernes, aber respektvolles Antlitz verlieh. Ein zentrales Element ist der neuromanische Hochaltar, der die Madonna aus der ehemaligen Benefiziumskapelle St. Christophorus in Gschwendt als Mittelpunkt vereint. Diese Figur war einst Teil einer Kapelle, die 1675 durch das Erbe des Salz- und Hopfenhändlers Christoph Wagner von Gschwendt errichtet wurde – ein Zeugnis des Wohlstands und der Frömmigkeit der Region.

Ein besonderes Highlight sind die freigelegten Fresken aus dem Jahr 1502, die an den Wänden der Kapelle erhalten geblieben sind. Sie erzählen von der künstlerischen und religiösen Tradition des Ortes und spiegeln die Verbindung zur Dorfgemeinschaft wider. Die Kapelle auf dem Kapflberg, wie sie ursprünglich genannt wurde, entstand vermutlich durch den Einsatz der Bewohner von Agendorf, einem nahen Ortsteil, der eng mit der Region verbunden ist. Die Geschichte der Kapelle ist damit auch ein Stück regionaler Identität und sakraler Kultur.

Die Hohe-Kreuz-Kapelle bietet nicht nur einen Einblick in die Baugeschichte, sondern auch in die spirituelle Entwicklung der Gegend. Von der möglichen Wehrfunktion im Mittelalter über die spätgotische Umgestaltung bis hin zur barocken Ausstattung und den modernen Anpassungen zeigt sie die anhaltende Bedeutung des Ortes als Ort der Andacht und des Gedenkens. Ein Besuch lohnt sich für alle, die die Spuren vergangener Epochen und die lebendige Tradition der Steinacher Sakralbauten erleben möchten.

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