Musikinstrumenten-Museum
Highlights
- Das Musikinstrumenten-Museum Berlin beherbergt rund 3600 Instrumente und ist eines der größten Museen seiner Art in Deutschland.
- Seit 1984 befindet sich das Museum in der Ben-Gurion-Straße 1, direkt neben der Berliner Philharmonie.
- Rund 800 Exponate sind in der Dauerausstellung zu sehen, viele davon werden regelmäßig vorgeführt.
Tipps
- Tägliche Wurlitzer-Orgel-Demonstration um 12 Uhr im Museum erleben.
- Für Kinder: Schatzsuche und interaktive Musikführungen nutzen.
- Museumsbesuch mit Vorkenntnissen über Cembalo und historische Tasteninstrumente lohnt sich besonders.
Eigenschaften
Über Musikinstrumenten-Museum
Das Musikinstrumenten-Museum Berlin ist eine der bedeutendsten Sammlungen seiner Art in Deutschland und beherbergt rund 3.600 historische und zeitgenössische Musikinstrumente. Die Ausstellung erstreckt sich vom 16. bis ins 21. Jahrhundert und konzentriert sich auf Instrumente der europäischen Kunstmusik. Etwa 800 Exponate sind dauerhaft in der Schau zu sehen, wobei viele davon in einem spielbaren Zustand erhalten geblieben sind. Das Museum befindet sich seit 1984 im Kulturforum Berlin, direkt neben der Berliner Philharmonie, in einem Gebäude, das nach Entwürfen des Architekten Hans Scharoun errichtet wurde.
Die Sammlung entstand erstmals 1888 an der Königlichen akademischen Hochschule für Musik und wurde durch verschiedene Schenkungen und Käufe rasch erweitert. Zu den frühesten Zugängen zählten Instrumente des Leipziger Musikverlegers Paul de Wit sowie einige Blasinstrumente aus der Stadtkirche St. Wenzel in Naumburg. Im Laufe der Jahrzehnte wurde die Sammlung institutionalisiert und schließlich dem Staatlichen Institut für Musikforschung zugeordnet. Nach Kriegsverlusten und mehreren Umzügen fand sie in den Räumlichkeiten am Kemperplatz ein dauerhaftes Domizil.
Das Museum verbindet Forschung, Bildung und öffentliche Vermittlung. Neben der Dauerausstellung bietet es regelmäßig Führungen, Workshops und Konzerte an, darunter etwa tägliche Vorführungen der berühmten Wurlitzer-Orgel. Besucher*innen können nicht nur Instrumente betrachten, sondern auch deren Klang erfahren. Für Kinder gibt es spezielle Angebote wie Schatzsuchen, und für Schulklassen werden musikalisch aufbereitete Führungen angeboten. Die Einbindung in das Staatliche Institut für Musikforschung ermöglicht zudem enge Verzahnung mit wissenschaftlichen Aktivitäten und Publikationen.
Das Museum unterliegt seit 1962 der Stiftung Preußischer Kulturbesitz und wird von einer langen Reihe renommierter Direktor*innen geleitet. Seit 2024 steht Emanuele Marconi an der Spitze der Einrichtung. Mit jährlich über 40.000 Besuchenden gehört das Musikinstrumenten-Museum zu den gut besuchten Kulturorten Berlins. Die Öffnungszeiten variieren je nach Jahreszeit, wobei das Museum an den meisten Tagen für Besuche zugänglich ist.