Denkmal/Gedenkstätte

Junobrunnen

Wildbader Str. 18a, 70372 Stuttgart-Bad Cannstatt

Highlights

  • Der Junobrunnen in Stuttgart-Bad Cannstatt wurde 1910 vom Bildhauer Emil Kiemlen im neoklassizistischen Stil geschaffen.
  • Er symbolisiert den Zusammenschluss der Städte Cannstatt und Stuttgart und zeigt die römische Göttin Juno auf einem Pfau.
  • Der Brunnen ist von Mai bis September in Betrieb und wurde 2000 umfassend saniert.

Tipps

  • Der Junobrunnen ist von Mitte Mai bis Mitte September in Betrieb und bietet besonders im Sommer ein sehenswertes Wasser- und Lichtspiel.
  • Der Brunnen befindet sich in den Kursaalanlagen nahe des Königsplatzes und ist gut zu Fuß erreichbar.
  • Ein Besuch lohnt sich besonders bei sonnigem Wetter, da die Umgebung zum Verweilen einlädt und der Brunnen historisch gestaltet ist.

Eigenschaften

Bildung Kulturell Ganzjährig

Über Junobrunnen

Der Junobrunnen zählt zu den kulturhistorischen Sehenswürdigkeiten in Stuttgart-Bad Cannstatt und befindet sich in den Kursaalanlagen nahe des Königsplatzes. Das Bauwerk wurde im neoklassizistischen Stil gestaltet und stammt von dem Bildhauer Emil Kiemlen, der in Cannstatt geboren wurde. Die Umsetzung des Entwurfs erfolgte durch den Stuttgarter Steinbildhauer Willi Schönfeld. Errichtet wurde der Brunnen im Jahr 1910 und steht seitdem als Symbol für den Zusammenschluss der ehemaligen Stadt Cannstatt mit Stuttgart.

Das Bauwerk zeigt die römische Göttin Juno, die auf einer Säule fast nackt mit einem Pfau dargestellt wird. Unterhalb der Figur sind vier Delfine angebracht, auf denen jeweils eine Kindergestalt – sogenannte Putten – reitet. Die Delfine fungieren als Wasserspeier, während die Kinder verschiedene Attribute in den Händen halten: eine Meeresschnecke, eine Getreidegarbe, einen Obstkorb sowie Weintrauben. Diese Symbole stehen allegorisch für Fischfang, Gartenbau, Obstbau und Weinbau und verweisen auf die landwirtschaftliche Fruchtbarkeit, die in Verbindung mit der Göttin Demeter steht.

Der Brunnen wurde als künstlerischer Beitrag zur Stadtverschönerung geschaffen, nachdem Cannstatt und Stuttgart fusioniert hatten. Juno, als Göttin der Ehe und Geburt verehrt, sollte symbolisch für eine harmonische Verbindung der beiden ehemals selbstständigen Städte stehen. Das Säulenpostament trägt eine Inschrift, die den Verschönerungsverein Cannstatt als Initiator und Emil Kiemlen als Schöpfer des Werks nennt.

Im Jahr 2000 erfolgte eine umfassende Sanierung des Brunnens. Seitdem wird er von Mai bis September regelmäßig in Betrieb genommen, wobei der Wasserschmuck besonders im Frühling und Sommer für eine angenehme Atmosphäre sorgt. Die Pflege und der Unterhalt des Denkmals erfolgen durch die Stadt Stuttgart sowie durch die Stiftung Stuttgarter Brünnele und sogenannte Brunnen-Paten.

Der Junobrunnen ist nicht nur ein architektonisches und künstlerisches Zeugnis seiner Zeit, sondern auch ein ruhiger Ort innerhalb des Kurparks, der zum Verweilen einlädt. Seine geschichtliche Bedeutung sowie die kunstvolle Gestaltung machen ihn zu einem bemerkenswerten Kulturdenkmal in Bad Cannstatt.

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