Denkmal/Gedenkstätte

Villa Reitzenstein

Richard-Wagner-Straße 15, 70184 Stuttgart Ost

Highlights

  • Die Villa Reitzenstein ist der Amtssitz des Ministerpräsidenten von Baden-Württemberg.
  • Gebaut zwischen 1910 und 1913 im Auftrag der Helene Freifrau von Reitzenstein.
  • Der zweieinhalb Hektar große Park ist regelmäßig für die Öffentlichkeit zugänglich.

Tipps

  • Der Park der Villa Reitzenstein ist an ausgewählten Wochenenden öffentlich zugänglich und lädt zu Spaziergängen ein.
  • Bei Parköffnungen können Führungen und kulturelle Veranstaltungen wahrgenommen werden, deren Termine online angekündigt werden.
  • Die Architektur und Gartenanlage im französisch-englischen Stil sind sehenswert und spiegeln die historische Bedeutung wider.

Eigenschaften

Bildung Kulturell Ganzjährig

Über Villa Reitzenstein

Die Villa Reitzenstein in Stuttgart-Ost ist der offizielle Amtssitz des Ministerpräsidenten von Baden-Württemberg und beherbergt das Staatsministerium. Die repräsentative Villa liegt auf einem Hang des Bopser südöstlich über dem Stuttgarter Talkessel und ist sowohl architektonisch als auch gartenkundlich von hohem kulturellen Wert. Ursprünglich zwischen 1910 und 1913 als Privatresidenz für die Freifrau Helene von Reitzenstein errichtet, wurde das Gebäude nach nur kurzer Nutzung durch die ursprüngliche Besitzerfamilie vom Freistaat Württemberg erworben und dient seit 1925 als Regierungssitz. Die Architektur orientiert sich am französischen Barockstil, und der Bau erfolgte aus Maulbronner Sandstein mit fortschrittlichen technischen Ausstattungen seiner Zeit, darunter eine zentrale Warmwasserheizung.

Der zweieinhalb Hektar große Park wurde nach Entwürfen des Gartenarchitekten Carl Eitel angelegt und zeigt Elemente des französischen wie des englischen Gartenstils. Zu den bemerkenswerten Gestaltungselementen zählen ein Rosarium, Solitärbäume, mehrere Teiche sowie ein Tempietto, das dem Amor gewidmet ist. Im Zuge der Nachkriegszeit wurden im Park einige Nebengebäude des amerikanischen Militärs errichtet, wodurch sich die Fläche heute auf etwa einen Hektar reduziert hat. Dennoch sind markante Bestandteile wie die sogenannten Wilhelma-Mammutbäume unterhalb des Lindenplatzes erhalten geblieben. Der Park ist zu bestimmten Terminen im Jahr für die Öffentlichkeit zugänglich, wobei Führungen und kulturelle Veranstaltungen im Sommer stattfinden.

Die Villa selbst steht außerhalb der öffentlichen Parköffnungen nicht zur Besichtigung zur Verfügung, bietet jedoch regelmäßig Führungen durch ausgewählte Räume wie den Gobelinsaal und das Kabinettssaal an. Eine Anmeldung ist für solche Besuche erforderlich. Die interne Nutzung der Villa erfolgt seit Jahrzehnten als Regierungssitz, wobei umfangreiche Sanierungsarbeiten unter anderem den Abriss eines asbestbelasteten Anbaus und den Neubau moderner Verwaltungsbereiche einschlossen. Während dieser Arbeiten wurde der Amtssitz zeitweise in das benachbarte Clay-Haus verlegt. Die Villa Reitzenstein verkörpert damit sowohl politische wie auch kulturhistorische Bedeutung und bildet einen zentralen Ort der Landesregierung in Baden-Württemberg.

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