Aussichtsturm

Birkenkopf

Rotenwaldstraße 371, 70197 Stuttgart-West

Highlights

  • Der Birkenkopf ist mit 509,4 Metern der höchste Punkt im inneren Stadtgebiet von Stuttgart.
  • Zwischen 1953 und 1957 wuchs der Berg durch Ablagerung von über 1,5 Millionen Kubikmetern Trümmerschutt um rund 40 Meter.
  • Auf dem Gipfel sind noch Fassadenreste zerstörter Gebäude sichtbar, darunter auch eine Gedenktafel mit historischem Hinweis.

Tipps

  • Der Birkenkopf ist mit 511 Metern der höchste Punkt im Stadtgebiet von Stuttgart und bietet einen beeindruckenden Rundblick über die Region.
  • Auf dem Gipfel lassen sich Fassadenreste ehemaliger Gebäude entdecken, die an die Geschichte des Berges als Trümmerhalde erinnern.
  • Ein ruhiger Waldweg führt zum Aussichtspunkt und lohnt sich besonders für Spaziergänger und Naturinteressierte.

Eigenschaften

Familie Ganzjährig

Über Birkenkopf

Der Birkenkopf ist mit einer Höhe von über 509 Metern der höchste Punkt im Stadtgebiet von Stuttgart und liegt im Stadtbezirk Stuttgart-West. Der Berg gewann seine heutige Form zwischen den Jahren 1953 und 1957, als über 1,5 Millionen Kubikmeter Trümmerschutt aus den Zerstörungen des Zweiten Weltkriegs aufgetürmt wurden. Diese Schuttablagerung führte zu einem Anstieg des Berges um rund 40 Meter. Aufgrund der sichtbaren Fassadenreste zerstörter Gebäude wird der Birkenkopf im Volksmund auch als „Monte Scherbelino“ bezeichnet. Eine Gedenktafel am Gipfel erinnert mit einer Inschrift an die Herkunft des Berges und mahnt die Lebenden zur Besinnung.

Der Gipfel des Birkenkopfes bietet eine beeindruckende Aussicht über das Stadtgebiet von Stuttgart. An klaren Tagen erstreckt sich der Blick weit über die Region und reicht bis zum Strohgäu, dem Schwarzwald, dem Wartberg bei Heilbronn, dem Neckartal, dem Schwäbischen Wald sowie zur Schwäbischen Alb. Lediglich das Stadtgebiet von Stuttgart-Süd wird durch die Karlshöhe teilweise verdeckt. Neben seiner landschaftlichen Bedeutung hat der Birkenkopf auch eine historische Dimension: Während des Nationalsozialismus befand sich auf dem Berg eine Flakbatterie, deren Sprengung Ende des Krieges erhebliche Auswirkungen auf die umliegende Natur hatte.

Die Gestaltung des Berges erfolgte nach Plänen des Malers und Architekten Manfred Pahl, der im städtischen Friedhofs- und Grünflächenamt tätig war. Dabei entstand eine halbrunde Anordnung des Schutts mit einer Öffnung in Richtung Stuttgarter Stadtzentrum, die an ein Amphitheater erinnert. Seit den 1950er Jahren finden hier regelmäßig evangelische Morgenandachten statt, die anfangs monatlich und heute jeden Sonntag von Ostern bis Anfang September um acht Uhr stattfinden. Auf dem Gipfel thront seit 2003 ein Stahlkreuz, das das frühere Holzkreuz ablöste.

Der Weg zum Birkenkopf kann sowohl zu Fuß als auch mit dem Fahrrad beschritten werden. Besucher berichten von einem schönen, ruhigen Ort, der sich besonders durch den Waldweg erschließen lässt – auch wenn dieser länger ist als der direkte Anstieg über die Straße. Die Wanderwege laden dazu ein, die Natur zu genießen und den historischen Ort in aller Ruhe zu erkunden. Mit einem Google-Rating von 4,7 von 5 Sternen bei über 350 Bewertungen zählt der Birkenkopf zu den besonders gut bewerteten Aussichtspunkten der Region.

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