Andreas Henn Kunsthandel Galerie GmbH & Co.KG
Highlights
- Galerie zeigt seit 2024 regelmäßig Werke des Stuttgarter Malers und Graphikers Walter Wörn (1901–1963).
- 2026 präsentiert die Galerie Anna Peters (1843–1926) mit *Blumen am Waldrand* (um 1920) aus ihrem Nachlass.
- Seit 2019 fördert die Galerie Sabine Christmann mit Ausstellungen zu ihrem zeitgenössischen Werk in Stuttgart.
Tipps
- Der barrierefreie Zugang über den Haupteingang ermöglicht einen ungehinderten Besuch der Ausstellung mit Rollstuhl oder Kinderwagen.
- Die aktuelle Präsentation zeigt Werke aus dem Nachlass der Künstlerin Anna Peters, die um 1920 entstandene Blumenstudien umfasst.
- Dokumentarische Materialien aus dem künstlerischen Umfeld ergänzen die Ausstellung und bieten Einblicke in den Schaffensprozess der Ausstellenden.
Eigenschaften
Kunstgalerie Stuttgart: Andreas Henn
Die Andreas Henn Kunsthandel Galerie GmbH & Co.KG in Stuttgart zählt zu den renommierten Adressen für zeitgenössische und klassische Kunst im Südwesten Deutschlands. Als spezialisierte Galerie widmet sie sich der Präsentation herausragender Werke und Künstler:innen, die die künstlerische Landschaft der Region nachhaltig geprägt haben. Besonders bekannt ist die Galerie für ihre langjährige Begleitung bedeutender Künstlerpersönlichkeiten wie Walter Wörn, dessen arkadische Bildwelten seit über zwei Jahrzehnten in regelmäßigen Ausstellungen gewürdigt werden. Wörns Werk als Maler und Graphiker – geprägt von lyrischer Landschaftsdarstellung und handwerklicher Meisterschaft – findet hier ein würdiges Forum.
Ein zentraler Fokus der Galerie liegt auf der Vermittlung weniger bekannter, aber hochwertiger Positionen, die oft erst durch gezielte Ausstellungen einer breiteren Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden. Ihr Werk, entstanden ohne akademische Ausbildung, fand zunächst im Kunsthaus Schaller und bei Sammlern wie Hugo Borst Anerkennung, bevor es später in Gruppenausstellungen und Publikationen zur Würdigung kam. Die Galerie verbindet damit historische Aufarbeitung mit zeitgenössischer Relevanz – etwa durch den Einblick in den künstlerischen Nachlass bedeutender Stuttgarter Malerfreunde.
Die Andreas Henn Kunsthandel Galerie versteht sich auch als Plattform für lebendige Dialoge zwischen Generationen und Stilen. Parallel dazu präsentierte sie Werke der zeitgenössischen Künstlerin Sabine Christmann, deren Arbeiten seit 2019 in Stuttgart gezeigt werden – etwa im Rahmen des Galerienrundgangs *art alarm*, bei dem die Galerie regelmäßig mit Einblicken in aktuelle Projekte teilnimmt. Diese Veranstaltungen unterstreichen die Rolle der Galerie als Brückenbauer zwischen etablierten und aufstrebenden künstlerischen Positionen.
Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf der Würdigung Stuttgarts als kulturelles Zentrum des 20. Jahrhunderts. Künstler wie HAP Grieshaber, Hartmut Hahn oder Jakob Bräckle – deren Werke 2025 in einer gemeinsamen Ausstellung zu sehen waren – verweisen auf die enge Verbindung der Galerie zu den lokalen Kunstkreisen. Bräckles frühe Studien an der Karlsruher Akademie bei Viktor Weishaupt oder die kollektiven Ausstellungen mit Kollegen wie Otto Dünkelsbühler im Stuttgarter Kunstgebäude spiegeln die lebendige Malerfreundschaft der Region wider. Die Galerie dokumentiert diese Traditionen nicht nur durch Ausstellungen, sondern auch durch Publikationen wie die Monographie zu Franz Heinrich Gref, die sein Werk systematisch erschließt.
Mit ihrem anspruchsvollen Programm und der Auswahl weniger, aber herausragender Künstler:innen positioniert sich die Andreas Henn Kunsthandel Galerie als diskursive Instanz im Stuttgarter Kunstbetrieb. Ob durch die Wiederentdeckung vergessener Werke, die Begleitung etablierter Positionen oder die Förderung zeitgenössischer Positionen – die Galerie bleibt ein Ort der Auseinandersetzung mit Kunst als kultureller Identität der Stadt. Ihr Engagement für Qualität und Kontext macht sie zu einem unverzichtbaren Anlaufpunkt für Sammler:innen, Kunstinteressierte und die Stuttgarter Kunstszene.