Denkmal/Gedenkstätte

Fruchtkasten - Musikinstrumentenmuseum

Schillerpl. 1, 70173 Stuttgart

Tipps

  • Das Museum im Fruchtkasten bietet gratis Eintritt und einen kostenlosen Audioguide, der die historische Musikinstrumentensammlung anschaulich erklärt.
  • Im 4. Obergeschoss befindet sich ein Musiklabor, in dem Besucher verschiedene Instrumente selbst ausprobieren können.
  • Kostenlose Konzerte und Führungen werden regelmäßig angeboten, um die Entwicklung und Funktion der Instrumente besser zu verstehen.

Eigenschaften

Bei Regen geeignet Familie Bildung Kulturell Ganzjährig

Über Fruchtkasten - Musikinstrumentenmuseum

Das Fruchtkasten – Musikinstrumentenmuseum in Stuttgart beherbergt eine umfangreiche Sammlung historischer Musikinstrumente und zählt zu den kulturellen Schwerpunkten der Stadt. Es ist Teil des Landesmuseums Württemberg und befindet sich im ehemaligen Fruchtkasten-Gebäude am Schillerplatz. Ursprünglich lag der Sammlungsschwerpunkt auf Tasteninstrumenten, im Laufe der Zeit kamen jedoch auch Streich-, Blas- und Zupfinstrumente hinzu. Die Ausstellung erstreckt sich über mehrere Ebenen des Gebäudes und zeigt sowohl bedeutende historische Exponate als auch interaktive Elemente, die das Verständnis für die Entwicklung und Funktion der Instrumente fördern.

Die Sammlung entstand erstmals durch eine Schenkung des Stuttgarter Klavierfabrikanten Carl Anton Pfeiffer Anfang des 20. Jahrhunderts. Diese umfasste neben Originalinstrumenten auch zahlreiche Funktionsmodelle, die vor allem der Ausbildung von Klavierbauern dienten. Weitere Ergänzungen stammten unter anderem von namhaften Instrumentenherstellern aus der Region. Während des Zweiten Weltkriegs blieb der Bestand durch vorsorgliche Auslagerung unversehrt. Nach verschiedenen Stationen wurde die Sammlung schließlich in den 1980er Jahren dauerhaft im Fruchtkasten untergebracht, wo sie seitdem einem breiten Publikum zugänglich ist.

Zu den Besonderheiten der Ausstellung zählen unter anderem ein zweimanualiges Cembalo aus Ostfrankreich sowie ein Hammerflügel von Johann Andreas Stein, der als Vorläufer des modernen Klaviers gilt. Auch ein Hackbrett aus dem 18. Jahrhundert und eine Viola d’amore gehören zu den Exponaten, die verschiedene gesellschaftliche Schichten und Epochen widerspiegeln. Im Erdgeschoss des Gebäudes finden regelmäßig Konzerte und Veranstaltungen im Rahmen der Reihe „Klangwelten“ statt. In den oberen Stockwerken warten spezielle Stücke sowie ein interaktives Musiklabor, in dem Besucher Instrumente selbst ausprobieren können.

Das Museum genießt bei Besucherinnen und Besuchern eine hohe Beliebtheit, wie das durchschnittliche Bewertungsniveau von 4,7 von 5 Sternen bei über 80 Bewertungen zeigt. Gäste loben insbesondere die kostenlose Zugänglichkeit, die freundliche Betreuung und die fachkundigen Erklärungen des Personals. Einige Besucherinnen und Besucher berichten von persönlichen Führungen mit anschaulichen Hintergrundinformationen sowie von der Möglichkeit, selbst aktiv mit Instrumenten zu experimentieren. Auch der Jugendstil-Flügel wird in den Rückmeldungen als besonders sehenswert hervorgehoben.

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