Denkmal/Gedenkstätte

Gebäude der ehemaligen Bahndirektion

Heilbronner Str. 7, 70174 Stuttgart, Deutschland

Highlights

  • Das Gebäude der ehemaligen Bahndirektion Stuttgart beherbergte Vermessungs- und Katasterpläne der Reichs- und Bundesbahn.
  • Die Pläne stammen größtenteils aus dem Zeitraum 1867 bis 1970 und zeigen Eisenbahnstrecken mit angrenzenden Grundstücken.
  • Heute verwahrt das Staatsarchiv Ludwigsburg diese historischen Unterlagen als Teil des Archivguts der Bahndirektion.

Tipps

  • Katasterpläne im Archiv sind ab 1867 datiert, teilweise bis 1970 fortgeführt.
  • Ein Ortregister erleichtert die Suche entlang der Streckenverläufe.

Eigenschaften

Bildung Kulturell Ganzjährig

Über Gebäude der ehemaligen Bahndirektion

Das Gebäude der ehemaligen Bahndirektion in Stuttgart ist eine historische Sehenswürdigkeit, die eng mit der Entwicklung des Eisenbahnwesens in Baden-Württemberg verbunden ist. Es beherbergte einst die zentrale Verwaltung der Reichs- und späteren Bundesbahndirektion Stuttgart und spielte eine bedeutende Rolle bei der Planung und Verwaltung des regionalen Schienennetzes. Heute dient das Gebäude als Archivstandort und verwahrt umfangreiche Bestände historischer Katasterpläne und technischer Unterlagen, die von der ehemaligen Direktion sowie verschiedenen nachgeordneten Eisenbahnämtern erstellt wurden.

Die überlieferten Unterlagen umfassen Hunderte von Streckenplänen, auf denen nicht nur Eisenbahntrassen, sondern auch angrenzende Grundstücke und Gebäude detailliert verzeichnet sind. Diese Pläne stammen aus einem Zeitraum, der sich über mehr als ein Jahrhundert erstreckt, wobei einige Exemplare bereits aus der Zeit um die 1860er Jahre stammen. Die Dokumente wurden überwiegend vom Vermessungs- und Bauwesen der Reichsbahn angefertigt und später durch die Bundesbahn ergänzt. Sie geben Aufschluss über die infrastrukturelle Entwicklung des württembergischen Eisenbahnnetzes und spiegeln den technischen Fortschritt sowie die Verwaltungspraxis der verschiedenen Epochen wider.

Ein besonderer Schwerpunkt der archivierten Materialien liegt auf der zeichnerischen Darstellung und Datierung der Pläne. Unterschiedliche Maßstäbe und Darstellungsformen ermöglichen Rückschlüsse auf die Entstehungszeit, wobei insbesondere die frühen Exemplare im Maßstab 1:625 auf die Zeit vor den 1880er Jahren hinweisen. Viele der Dokumente wurden über Jahrzehnte fortgeschrieben und enthalten handschriftliche Nachträge, die bis in die 1970er Jahre reichen. Die archivische Erschließung erfolgte nach festgelegten Kriterien, wobei auch ein Ortregister zur besseren Orientierung erstellt wurde.

Das Gebäude selbst steht exemplarisch für die Bedeutung Stuttgarts als Verwaltungszentrum des regionalen Eisenbahnwesens. Es dokumentiert die enge Verzahnung von Technik, Verwaltung und Stadtentwicklung im Zuge des Ausbaus des Schienennetzes. Die dort aufbewahrten Unterlagen sind nicht nur für Forschung und Regionalgeschichte von Bedeutung, sondern auch für alle, die sich für die historische Stadt- und Infrastrukturplanung interessieren. Als kulturhistorischer Ort bietet das Gebäude Einblicke in die administrative und technische Seite des Eisenbahnzeitalters in Baden-Württemberg.

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