Kunstmuseum

Kunstraum 34

Filderstraße 34, 70180 Süd

Highlights

  • Kunstraum 34 zeigt experimentelle Ausstellungen wie *Re-reverse* (Julia Schäfer, 2025) und *Mechanics of Belonging* (Marie Zbikowska, 2024).
  • Der Raum verbindet Medien wie Video, Fotografie und Text – etwa in *Martyrs and Bananas* (Ducos/Mühleisen, 2020) oder *restlessness* (AKMAR, 2023).
  • Archivprojekte wie *Klangraum* (2024/25) ergänzen aktuelle Schauen mit interdisziplinären Formaten.

Tipps

  • Der barrierefreie Zugang über den seitlichen Eingang ermöglicht einen ungehinderten Besuch für alle Besucherinnen und Besucher.
  • Die aktuelle Ausstellung verbindet fotografische, video- und textbasierte Arbeiten mit reflektierenden Fragestellungen zum Thema Träumen.
  • Die Spielestation aus recycelter Hardware bietet interaktive Elemente als Ergänzung zu den künstlerischen Präsentationen.

Eigenschaften

Bei Regen geeignet Bildung Kulturell Ganzjährig

Kunst erleben im Kunstraum 34 – Süd

Der Kunstraum 34 in Süd ist ein lebendiger Ort der zeitgenössischen Kunst, der sich als unabhängige Galerie und Plattform für experimentelle Positionen etabliert hat. Als Teil eines engagierten Vereins fördert er künstlerische Vielfalt und setzt sich mit gesellschaftlichen Themen auseinander – stets verbunden mit einer kritischen und imaginativen Auseinandersetzung. Das Programm verbindet etablierte und aufstrebende Künstler:innen, deren Werke in thematisch dicht konzipierten Ausstellungen präsentiert werden. Besonders prägend ist die Verbindung von visuellen Medien mit Text, Video und performativen Elementen, die den Kunstraum zu einem Raum der Reflexion und des Dialogs machen.

Die Ausstellungen des Kunstraums 34 zeichnen sich durch eine bewusste Gegenüberstellung von Alltag und Träumendem aus. So widmet sich etwa die Arbeit von Marla Fischinger und Johannes Ocker in der Ausstellung *„Wovon wir träumen“* unterschiedlichen Facetten des Träumens – von fotografischen und video-basierten Installationen bis hin zu zarten Cyanotypien. Hier wird das Unbewusste sichtbar gemacht, während die Künstler:innen mit lyrischen und prosaischen Texten eine poetische Distanz zum Realen schaffen. Solche Ausstellungen laden dazu ein, den Ist-Zustand hinterzufragen und Raum für innere Verschiebungen zu öffnen.

Ein zentrales Anliegen des Kunstraums ist die Verbindung von Kunst und Vermittlung. Neben den Ausstellungen entstehen spezifische Begleitprogramme, die das Publikum einbeziehen – etwa durch Workshops, Lesungen oder interaktive Formate. So entstand im Rahmen der Ausstellung *„cozyclub“* eine Spielestation aus recycelter Hardware, die als Ausstellungsstück selbst zum Mitmachen einlädt. Diese Praxis zeigt, wie der Kunstraum 34 Kunst nicht nur als Betrachtungsobjekt, sondern als aktivierenden Prozess versteht, der zum Nachdenken und Mitgestalten anregt.

Die Ausstellungsreihe des Kunstraums 34 spannt einen Bogen von fotografischen und video-basierten Arbeiten bis hin zu textbasierten Installationen. Künstler:innen wie Yalda Afsah („Quissac“), Léa Ducos und Lisa Mühleisen („Martyrs and Bananas“) oder Marie Zbikowska („Mechanics of Belonging“) zeigen, wie Kunst gesellschaftliche Narrative hinterfragt und neue Perspektiven eröffnet. Jede Präsentation ist eine Einladung, die eigenen Blickwinkel zu erweitern – sei es durch provokante Bildwelten, poetische Sprachspiele oder die Auseinandersetzung mit Identität und Zugehörigkeit.

Wer den Kunstraum 34 besucht, findet einen Ort jenseits von Mainstream-Kunst – stattdessen ein Labor der Ideen, in dem Kunst als Medium der Verschiebung fungiert. Ob durch die Verbindung von Analogem und Digitalem, die Auseinandersetzung mit Alltagsgegenständen oder die Schärfung des Bewusstseins für das Unausgesprochene: Hier wird Kunst zum Erlebnis, das über das Museum hinauswirkt. Der Kunstraum 34 ist damit nicht nur eine Galerie, sondern ein Ort der Begegnung mit dem Unkonventionellen – und damit ein wichtiger Beitrag zur lebendigen Kunstlandschaft in Süd.

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