Mariä Geburt
Highlights
- Der Hochaltar mit Marienstatue und Figuren der heiligen Joachim und Anna stammt aus dem 18. Jahrhundert und wurde 1848 renoviert.
- Die Kirche besitzt eine Orgel von 1867 mit einem nachklassizistischen Prospekt, ursprünglich für St. Laurentius in Unterbrunn errichtet.
Tipps
- Die barocke Kirche Mariä Geburt in Unterweilbach verfügt über einen auffälligen Chorflankenturm mit Zwiebelhaube und zwei Glocken aus verschiedenen Epochen.
- Im Innern zeigt der Hochaltar eine Marienstatue mit Jesuskind, umgeben von den Figuren der heiligen Joachim und Anna.
- Die Sakristei im Obergeschoss beherbergt ein Oratorium und ist über eine Treppe vom Langhaus aus erreichbar.
Eigenschaften
Über Mariä Geburt
Die römisch-katholische Filialkirche Mariä Geburt befindet sich in Unterweilbach, einem Gemeindeteil von Hebertshausen im Landkreis Dachau in Bayern. Die Kirche ist als Baudenkmal unter der Nummer D-1-74-122-15 erfasst und gehört zum Dekanat Dachau des Erzbistums München und Freising. Die barocke Saalkirche entstand im Jahr 1741 und integrierte Teile eines älteren Bauwerks aus dem späten 16. Jahrhundert. Das Gebäude gliedert sich in ein Langhaus, einen eingezogenen, halbrund geschlossenen Chor im Osten sowie eine Sakristei mit Oratorium im Obergeschoss an der Südwand. An der Nordwand des Chors steht ein Chorflankenturm quadratischen Grundrisses, dessen achteckige Obergeschosse die Turmuhr und den Glockenstuhl mit zwei Glocken beherbergen. Eine davon stammt aus dem Jahr 1830 und wurde in München von Nikolaus Regnault gegossen, die andere wurde 1959 von Karl Czudnochowsky in Erding hergestellt. Der Turm wird von einer Zwiebelhaube abgeschlossen. Ein Vorbau an der Südseite führt zum westlichen Portal. Sowohl Langhaus als auch Chor sind mit Flachdecken überspannt.
Der Hochaltar, der um das Jahr 1700 entstand und im Zuge der Kirchenumbauten von 1741 sowie bei einer Renovierung im Jahr 1848 verändert wurde, bildet den Mittelpunkt des Kirchenraums. Im Zentrum des marmorierten Altarretabels steht eine Marienstatue mit Jesuskind, Krone und Zepter, die möglicherweise gotischen Ursprungs, jedoch barock überarbeitet ist. Zwei kleine Engel flankieren die Statue, während links und rechts davon die heiligen Joachim und Anna in leicht gebeugter Haltung verharren. Diese Figuren gelten als Werke der um 1740 entstandenen Bildhauerei. Im Altarauszug ist ein Gemälde der Heiligen Dreifaltigkeit angebracht, darüber befindet sich eine Heiliggeisttaube, die früher an der Kanzel aufgestellt war. Auf dem Gebälk des Auszugs sitzen zwei weitere Engel. Der Tabernakel, von vier vergoldeten Säulen umgeben, stammt aus dem späten 19. Jahrhundert. An den Opfergangsportalen sind die Figuren der heiligen Katharina und Barbara sowie die Darstellungen des Apostels Judas Thaddäus und der heiligen Maria Magdalena zu sehen. Auf die Türen sind die heiligen Franziskus und Antonius gemalt.
Die Kirche verfügt über eine Orgel mit acht Registern auf einem Manual und Pedal. Das rein mechanische Schleifladen-Werk wurde 1867 von Max Maerz als Brüstungsinstrument mit nachklassizistischem Prospekt ursprünglich für die Kirche St. Laurentius in Unterbrunn gebaut. 1912 wurde es in die Kirche Mariä Geburt verlegt, bevor in Unterbrunn eine neue Orgel errichtet wurde. Die Disposition der Orgel sieht eine feste Ankopplung des Pedals vor. Die Kirche Mariä Geburt ist somit ein sakraler Ort von historischer und kunsthistorischer Bedeutung im nördlichen Bayern und steht unter Denkmalschutz.