Max Kahn
Highlights
- Max Kahn war Mitbegründer eines Haushaltswarengeschäfts am Stuttgarter Marktplatz.
- Er wurde in Gemmingen geboren und zog nach Stuttgart, wo er seine Familie erzog und ein Geschäft führte.
- Max Kahn und seine Familie wurden 1941 deportiert, er starb 1944 im KZ Kaiserwald.
Tipps
- Besucher der Stitzenburgstraße 17 in Stuttgart können die Geschichte von Max Kahn und seiner Familie im Kontext der nationalsozialistischen Verfolgung erfahren.
- Die Erinnerung an Max Kahn wird durch Stolpersteine vor dem ehemaligen Wohnhaus lebendig, die an sein Schicksal und das seiner Angehörigen erinnern.
- Interessierte finden in der Wohnung der Familie Kahn heute ein Zeugnis jüdischer Lebenswelt in Stuttgart vor dem Hintergrund des Holocaust.
Eigenschaften
Ausflug Kultur Denkmal Max Kahn Stuttgart
Der POI „Max Kahn“ in Stuttgart erinnert an das Schicksal eines jüdischen Kaufmanns, der einst tief mit seiner Heimatstadt verbunden war. Max Kahn, zusammen mit seiner Ehefrau Hilde, lebte in der Stitzenburgstraße und führte gemeinsam mit seinem Onkel ein Haushaltswarengeschäft am Marktplatz direkt neben dem Rathaus. Sein Leben glich dem vieler anderer bürgerlicher Juden in Baden-Württemberg: geprägt von harter Arbeit, Familie und einer starken Bindung an die jüdische Gemeinschaft, der sie angehörten.
Die Familie Kahn wurde während der NS-Zeit aufgrund ihrer jüdischen Herkunft verfolgt. Nach wirtschaftlichem Niedergang und zunehmendem Druck durch die nationalsozialistischen Gesetze verloren sie ihr Geschäft und ihre Freiheit. Im Zuge der systematischen Deportation der Juden aus Stuttgart wurden Max Kahn und Hilde im Dezember gemeinsam mit über tausend anderen Menschen jüdischer Herkunft vom Nordbahnhof aus in ein Vernichtungslager in Richtung Riga deportiert. Später kamen sie und ihre Tochter Hannelore in ein Konzentrationslager bei Riga um. Max Kahn fand dort zusammen mit vielen anderen sein Ende, während seine Tochter als eine der wenigen Überlebenden Zeugin ihres Martyriums wurde.
Heute erinnern Stolpersteine vor ihrem ehemaligen Wohnsitz in der Stitzenburgstraße an Max Kahn, seine Frau Hilde und ihre Tochter Hannelore. Diese Gedenksteine sind Teil eines größeren Projekts zur Erinnerung an die Opfer des Nationalsozialismus in Stuttgart. Initiiert durch bürgerschaftliches Engagement, dokumentieren sie die Lebenswege jüdischer Mitbürger, die einst in der Stadt lebten. Ergänzt wird die Erinnerungskultur durch künstlerische Formate wie Theateraufführungen und Hörspiele, die die Geschichte der Familie lebendig werden lassen.
Die Erinnerung an Max Kahn steht exemplarisch für die vielen unsichtbaren Spuren jüdischer Leben in Stuttgart. Seine persönliche Geschichte spiegelt nicht nur das individuelle Schicksal wider, sondern auch die kollektive Erinnerung einer Stadt, die sich heute bemüht, das Gedenken an die Opfer wachzuhalten. Die Stolpersteine sind dabei mehr als bloße Mahnmale – sie sind ein Symbol gegen das Vergessen und laden dazu ein, innezuhalten und zu reflektieren.
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Häufige Fragen zu Max Kahn
Wer war Max Kahn in Stuttgart?
Quelle: website
Was geschah mit Max Kahn während der NS-Zeit?
Quelle: website
Gibt es eine Erinnerung an Max Kahn in Stuttgart?
Quelle: website
War Max Kahn verwandt mit dem Bankier Otto Hermann Kahn?
Quelle: wikipedia|website